„Cavaliere“ Nicola Flotta mit Feuerwerk in Freiheit begrüßt

Nicola Flotta hat sein Unternehmen von ganz unten aus aufgebaut. Der Sohn eines armen Schäfers startete als Koch. Beim Besuch der Warsteiner Delegation 2017 präsentierte er ein Erinnerungsfoto aus den Anfangszeiten. - Archiv-Foto: Großelohmann

Warstein/Pietrapaola -  Es war ein Schock für die Warsteiner Europafreunde, als die Nachricht vor zwei Wochen Warstein erreichte: Im Zuge der spektakulären internationalen Anti-Mafia Polizeiaktion „Stige“ war auch Nicola Flotta, Ehrenmitglied der Warsteiner Europafreunde, in Untersuchungshaft genommen worden. Seit Donnerstag ist er wieder auf freiem Fuß. Mit einem kleinen Feuerwerk wurde der „Cavaliere“, wie er in Pietrapaola liebevoll und freundschaftlich genannt wird, vor seinem Haus von einem Menschenauflauf empfangen.

Franco Capalbo, Warsteins „Botschafter“ in der kalabrischen Partnerstadt Pietrapaola, kann die gute Nachricht verbreiten. „Wir von den Europafreunden sind sehr erleichtert“, sagte Capalbo gestern. „Nicola Flotta ist von allen Vorwürfen befreit“. Flotta war vorgeworfen worden, die Angehörigen eines Mafia-Clans – in Kalabrien Ndrangheta – in seinem „Castello“ genannten Schloss kostenlos bewirtet zu haben und große Hochzeiten für diese kostenlos ausgerichtet zu haben. Gegen Flotta war verdeckt ermittelt und seine Telefone abgehört worden.

Von der zweiwöchigen Untersuchungshaft gezeichnet stieg Flotta am Donnerstagabend aus dem Auto seines Rechtsanwaltes aus und wurde hundertfach umarmt – auch von seiner Ehefrau und seinen beiden erwachsenen Kindern. Immer wieder war „Ben tornato“ – „Willkommen“ – zu hören.  Die Kunde von der wieder gewonnenen Freiheit machte schnell die Runde. Für den aus ärmsten Verhältnissen zum erfolgreichen Betreiber eines spektakulären Hochzeits-Schlosses aufgestiegenen Nicola Flotta ist die Haftentlassung ein wichtiger Schritt seine Reputation zurück zu erlangen. Läuft alles nach Plan, dann wird Nicola Flotta am 26. Mai bei einem „Kalabresischen Abend“ in der Domschänke dabei sein – und die Europafreunde haben Gelegenheit, ihrem Ehrenmitglied ihre Referenz zu erweisen.

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