Bürgerfest für Life-Projekt Möhneaue

Der Fluss mäandriert, die Fichten sind weg, die Möhneaue kann sich entwickeln. Diese Luftaufnahme des Oberlaufs macht die Entwicklung durch die Maßnahmen des Life-Projekts augenfällig.
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Der Fluss mäandriert, die Fichten sind weg, die Möhneaue kann sich entwickeln. Diese Luftaufnahme des Oberlaufs macht die Entwicklung durch die Maßnahmen des Life-Projekts augenfällig.

Allagen - Seit fünf Jahren werden beim Life-Projekt Möhneaue die verschiedensten Renaturierungsmaßnahmen im Kreis Soest und im Hochsauerlandkreis durchgeführt. Das Projekt befindet sich quasi im Endspurt und kann planmäßig im Februar 2016 abgeschlossen werden. Das Finale soll bei einem Bürgerfest gebührend eingeläutet werden. Es findet am Sonntag, 20. September, ab 12 Uhr im Haus Dassel in Allagen statt.

Die Möhne und ihre Aue wurden in der Vergangenheit stark verändert. Begradigungen, Verlegungen des Gewässers an den Talrand sowie die Entwässerung der Aue dienten einer besseren Bewirtschaftung der Flussniederung. Durch den Bau von Wehren wurde die Nutzung der Wasserkraft für den Mühlenbetrieb ermöglicht. Steinerne Ufersicherungen sollten gewährleisten, dass die Möhne ihr vorgegebenes Bett nicht verlässt. „Folgerichtig wurde das Projektziel formuliert, eine naturnähere Gestaltung des Flusses und seiner Auen sowie die Entwicklung von artenreichen Mähwiesen, Weiden und Auwäldern an der Möhne durch verschiedene Renaturierungsmaßnahmen zu fördern und sie liebenswert, lebenswert und erlebbar zu gestalten“, bringt es Stephanie Terren, Projektleiterin aus der Abteilung Umwelt des Kreises Soest, auf den Punkt.

Auf über 100 Hektar wurden Maßnahmen umgesetzt: Artenreiche Wiesen und Weiden entwickelt (70 Hektar), natürliche Laubwälder begründet (11 Hektar), mäandrierene Gewässerläufe geschaffen (2 500 Meter), Uferbefestigung entfernt (1 500 Meter), Flutrinnen angelegt (700 Meter), 17 Wehre und Hindernisse durchgängig gestaltet, zwölf Nebengewässer angebunden, fünf Blänken angelegt und drei Fischteiche umgestaltet

Durch die Öffentlichkeitsarbeit wurden Schüler sensibilisiert und Touristen sowie Einheimische zum Staunen gebracht. Mehrere tausend Veranstaltungsbesucher erlebten die Veränderungen an der Möhne im Laufe der Projektjahre.

Beim Bürgerfest am 20. September haben alle Interessierten unter anderem Gelegenheit, bei einer geführten Baustellenexkursion nachzuvollziehen, wofür zwischen 2010 und 2016 insgesamt 2,9 Mio. Euro ausgegeben wurden, die bis auf eine kleine Beteiligung der heimischen Projektpartner vom Life-Fonds der Europäischen Kommission und vom Land NRW zur Verfügung gestellt wurden. Stephanie Terren: „Das Bürgerfest soll dazu beitragen, die ortsansässige Bevölkerung weiter in das Projekt einzubeziehen und für den Naturschutz zu sensibilisieren. Die umfangreichen ökologischen Verbesserungsmaßnahmen in der Möhneaue kommen eben nicht nur der Natur zugute. Auch der Bürger kann die neu geschaffene Flusslandschaft an verschiedenen Stellen erleben und mit Spannung beobachten, welche weiteren Veränderungen sich durch die natürlichen Entwicklungsprozesse in der Zukunft noch ergeben werden.“

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