Prozessauftakt im Oktober

Brutaler Raubüberfall in Warstein: Mit dieser Strafe müssen die Täter rechnen

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Mit Hunden wurden die Täter gesucht.

Warstein - Der brutale Raubüberfall auf eine Haushälterin in einer Villa am Eulenweg in Warstein wird voraussichtlich im Oktober vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Arnsberg verhandelt.

Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat am 1. August Anklage wegen schweren Raubes in Tateinheit mit Freiheitsberaubung erhoben. Und weil die beiden Angeklagten die 67-jährige Frau mit einer Schusswaffe bedrohten, müssen sie mit einer Haftstrafe „nicht unter fünf Jahren“ rechnen, wie Oberstaatsanwalt aus dem Strafgesetzbuch zitierte.

Am Montag, 10. April, waren zwei zum Tatzeitpunkt 23 und 39 Jahre alte Albaner gegen 9 Uhr in das Gebäude eingedrungen und von der Haushälterin überrascht worden. Die Verdächtigen fesselten und knebelten die Frau, die sie mit einer Schusswaffe bedrohten, bevor sie mit Schmuck, Uhren und Bargeld verschwanden. Die Haushälterin konnte sich aber relativ schnell befreien und die Polizei alarmieren, die um 11.30 Uhr mit der Festnahme des zweiten Mannes das Ende der Fahndung vermelden konnte. Der 39-Jährige war bereits eine Stunde nach der Tat gegen 10 Uhr von Polizeihunde „Rumba“ in einem Holzverschlag in einem Waldstück in der Romecke gestellt worden.

Polizei-Großeinsatz in Warstein

Vorausgegangen war eine aufwändige Suche mit mehreren Streifenwagen und einem Helikopter der Polizeihubschrauberstaffel Dortmund, der in niedriger Höhe unablässig im Bereich des Wohngebietes am Schoren und dem Waldgebiet zwischen Puddelhammer und Stillenberg pendelte.

40-Jähriger bestreitet Tat

Während der heute 40-Jährige bestreitet, an dem Verbrechen überhaupt beteiligt gewesen zu sein, behauptete der Jüngere, während der Tat vor dem Haus gestanden zu haben. Von dem jetzt 24-Jährigen wurde allerdings ein sogenanntes Selfie gefunden, das er im Haus aufgenommen hatte. Außerdem wurden vom Besitzer später Teile der Beute identifiziert, die bei einem der Männer gefunden wurde.

Beiden sitzen in Untersuchungshaft und haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Angereist waren sie vermutlich aus dem Bergischen Land, angeblich wollten sie die Warstein mit dem Bus wieder verlassen: Als die Fahndung begann, standen sie an der Haltestelle Puddelhammer und machten sich davon, als sie die Polizeifahrzeuge sahen.

Nicht nur die Tat in Warstein soll von den Tätern ausgeübt worden sein

Außer dem Verbrechen vom 10. April wird den Albanern vorgeworfen, schon zuvor an zwei Wohnungseinbrüchen beteiligt gewesen zu sein: einer von ihnen soll bei einer Tat in Remscheid Schmuck und weitere Wertsachen im Wert von 10.000 Euro gestohlen haben, gemeinsam erbeuteten sie laut Anklageschrift bei einem weiteren Einbruch in Wuppertal Schmuck und Bargeld im Wert von 80.000 Euro.

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