Mannertrio bildet Brauerei Geschäftsführung

5,3 Prozent Absatzplus für Marke Warsteiner

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Das Männertrio an der Spitze: Christian Gieselmann (Marketing/Vertrieb), Dr. Carsten Rockholtz (Finanzen) und Peter Himmelsbach (Technik). 

Warstein - Die Warsteiner Brauerei konnte 2018 ihren Absatz bei der Dachmarke "Warsteiner" um 5,3 Prozent steigern - und sieht sich mit den neuen goldenen Kästen sowie der laufenden Werbekampagne gut aufgestellt. Mit der Rückkehr von Finanz-Geschäftsführer Dr. Carsten Rockholtz wird die Warsteiner Gruppe zukünftig von einem Männertrio geführt.

Trotz Einführung der neuen goldenen Kästen war es alles andere als ein leichtes Jahr für die Warsteiner Brauerei. Anfang Februar 2018 wurde ein umfassendes Sanierungsprogramm für die seit Jahren gegen Absatzverlust ankämpfende Brauerei angekündigt. Unternehmensteile wie etwa die "Distribution" sollten verkauft und 240 Mitarbeiter, ein Großteil sogar am Unternehmenssitz in Warstein, entlassen werden. Das alles mit Geschäftsführerin Alessandra Cama an der Spitze. die über die Unternehmensberatung Berger ins Haus gekommen war und im Laufe des Jahres ankündigte, schon wieder zu gehen. Und überdies mit einer Fußballweltmeisterschaft, die wenig zum Feiern und damit zum Bierkonsum Anlass gab. Dass der Stellenabbau am Ende mit 150 Arbeitsplätzen weniger als angekündigt ausmachte und sich sogar ein "positiver Dreiklang" aus einem heißen Sommer, der Neueinführung der Gold-Kästen sowie der neuen pfiffig-humoristischen Werbekampagne einstellte, hob Sinje Vogelsang als Leiterin der Unternehmenskommunikation im Gespräch mit unserer Zeitung hervor. Die Warsteiner Gruppe machte 2018 trotz schwieriger Marktbedingungen einen Umsatz von gut 400 Millionen Euro. Im Inland lag das Plus bei der Dachmarke sogar bei 6,8 Prozent. Allerdings hatte Warsteiner im Gegensatz zur Premium-Konkurrenz auf eine Bierpreiserhöhung verzichtet, was dem 0,5-Liter-Kasten im Handel zumeist einen deutlichen Preisvorteil verschaffte. Jeweils zweistellige Zuwachsraten gab es für alle drei Alkoholfrei-Produkte. Hier solle die Werbe-Zusammenarbeit mit Jürgen Klopp auch 2019 fortgesetzt werden, inhaltlich in Anlehnung an die neue Werbekampagne. Gut gelaufen ist das Geschäft auch bei den König-Ludwig-Spezialitäten. Leicht unter dem Vorjahresergebnis entwickelten sich die Regionalmarken Isenbeck, Weißenburger und Paderborner Gold. Beim Paderborner-Billigbier blieb man auf Vorjahresniveau. Pilger hat sich zum erfolgreichsten Landbier in NRW entwickelt. Für den Herforder Brauerei-Standort soll eine Verkaufs- oder Kooperationsentscheidung im ersten Halbjahr 2019 fallen  allerdings mit Standortgarantie und Sicherung der Arbeitsplätze. "Das Schiff ist auf Kurs, jetzt nehmen wir Fahrt auf", sagte Sinje Vogelsang. Darum kümmert sich nunmehr ein "Männertrio" in der Geschäftsführung: Christian Gieselmann (Marketing, Vertrieb), Dr. Carsten Rockholtz (Finanzen) und Peter Himmelsbach (Technik).   

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