Bogenparcours als neue Attraktion im Bilsteintal

Vom Parkplatz P2 am Wildpark geht es zum Einschießplatz (gelber Punkt) und anschließend auf den Parcours mit 23 Zielen (rote Punkte). Der Weg ist 2,4 Kilometer lang, das Gelände rund 20 Hektar groß. - Grafik: Bertram Mestermann/Büro für Landschaftsplanung

Warstein - Vor zwei Jahren entstand bei den Bogenschützen des Schießsportvereins Möhnetal Allagen 65 die Idee, im Stadtgebiet einen Bogenparcours anzulegen. Nach der Prüfung durch die Forstabteilung wird dem Fachausschuss nun vorgeschlagen, dem Vorschlag zu folgen und den Parcours auf einer städtischen Waldfläche zwischen Warstein und Hirschberg westlich der L 735 gegenüber dem Wildpark anzulegen. Mit der Errichtung des Parcours soll dann zeitnah begonnen werden, sodass die Sommersaison 2018 bereits genutzt werden kann.

Als mögliches Gelände war zunächst der ehemalige Waldtrimmpfad in Belecke vorgeschlagen worden. Nach Vorlage eines ersten Konzepts zum geplanten Bogenparcours wurde dann in den zurückliegenden Monaten mit allen Beteiligten nach einer geeigneten Waldfläche gesucht sowie ein Betreiberkonzept abgestimmt. Denn der Bilsteintalverein hatte sich schon bereit erklärt, die Anlage unter seine Aufsicht zu nehmen. Mit Unterstützung der Allagener Bogenschützen, die dem Bilsteintalverein zwischenzeitlich beigetreten sind. Die Bereitschaft zur Betriebsübernahme war dem Forstausschuss in seiner Sitzung am 21. November bereits gegeben worden, der die Verwaltung beauftragte, eine Lösung zu suchen.

Der Plan sieht vor, dass die Besucher des Bogenparcours den Parkplatz P2 im Bilsteintal nutzen und die Landstraße auf Höhe der Zufahrt zum Parkplatz queren. Gegenüber der Zufahrt zum Parkplatz mündet der Forstweg „Hohe Weg“ auf die Landesstraße. Dieser Forstweg bildet den Zugang zum Bogenparcours, der zunächst über einen Einschießplatz verfügt. Auf dem zur verfügenden Gelände ist dieser auf einer kleinen vorhandenen Lichtung in dem anstehenden Laubholzbestand geplant. Im Bereich des Einschießplatzes sollen ein Eingangsportal und eine kleine Schutzhütte zur Anbringung von Informationen, der Unterbringung des Parcoursbuchs (Besucherliste) sowie eines Sammelbehälters für die Fundpfeile geschaffen werden. Am Einschießplatz werden darüber hinaus drei Zielscheiben mit zugehörigem Pfeilfangnetz installiert sowie Sitzgelegenheiten aufgestellt.

Die zur Verfügung stehende Fläche hat eine Größe von ca. 20 Hektar, und nachdem abgestimmten Konzept zum Bogenparcours bleibt die forstliche Nutzung der Fläche gegeben. Im Bedarfsfall werden die Einrichtungen auf Kosten des Betreibers vorübergehend ab- und wieder aufgebaut. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Vertragsverlängerung mit dem Jagdlizenznehmer vereinbart, die entfallende Jagdlizenzfläche durch eine weiter westlich gelegene Waldfläche zu kompensieren. Die Lizenzjagdfläche und Entgelteinnahme bleiben für die Stadt daher konstant. Auch seitens des Stadtmarketings wird das Vorhaben als zusätzliches touristisches Angebot für Warstein ausdrücklich begrüßt, da die Sportart in Form des Feldbogenschießens im natürlichen Gelände in Verbindung mit einer Querfeldeinwanderung zunehmende Popularität gewinnt. Ähnliche Anlagen gibt es bereits am Möhnesee und in Brilon. Aus diesem Grunde soll die Überlassung der Waldfläche an den Bilsteintalverein auch kostenlos erfolgen. Die Verwaltung schlägt dem Ausschuss vor, kurzfristig eine vertragliche Vereinbarung die Errichtung und den Betrieb des geplanten Bogenparcours mit dem Bilsteintalverein abzuschließen. Die Forstausschusssitzung, in der der entsprechende Beschluss gefasst werden könnte, beginnt am Donnerstag, 3. Mai, um 18 Uhr im Sizungssaal des Rathauses.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare