Enste bleibt an Spitze der Kupferhammer-Freunde

Die Vorständler des Vereins der Freunde und Förderer des Haus Kupferhammers wurden in ihren Ämtern bestätigt. Vorsitzender Bernhard Enste fehlte krankheitsbedingt.

Warstein -  „Wer hätte sich vor zehn Jahren vorstellen wollen, was heute aus dem Haus Kupferhammer geworden ist?“ Das Zitat aus dem Mund von Franz Wiese, Fachbereichsleiter für Bürgerdienste bei der Stadt Warstein, bildete den Auftakt zur Jahresversammlung des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Haus Kupferhammer.

In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Bernhard Enste verlas sein Stellvertreter Martin Kraß am Mittwochabend in der Domschänke die anerkennenden Worte Wieses und rief gleichzeitig den Leitgedanken in Erinnerung, der bei der Gründung des Vereins vor einem Jahrzehnt statuiert worden war. Martin Kraß: „Das Haus mit Leben füllen – ich denke, das ist uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen.“

Mit vier Ausstellungen, acht Vorträgen und Lesungen, zwei Filmabenden, zwei Konzerten und einer Exkursion war das Haus 2016 Anlaufstelle für Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen. Unter dem Strich lud der Verein monatlich zu einer Veranstaltung in den Festsaal ein, während im Erdgeschoß durchgehend eine Ausstellung zu besichtigen war.

An 38 Wochenenden öffnete das Museum seine Pforten. Darüber hinaus wurden elf Gruppenführungen durchgeführt. Insgesamt besuchten mehr als 1700 Gäste das Haus Kupferhammer. Nach dieser stolzen Bilanz galt bei den Vorstandswahlen mehr denn je das Motto: „Never change a winning team.“ Sowohl der Vorsitzende Bernhard Enste, sein Stellvertreter Martin Kraß, als auch Schriftführer Ferdi Lürbke wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Rechnungsprüfer bleiben Franz-Josef Berghoff und Christian Tacke.

Mit den Worten „unser Finanzmann ist ein echter Profi“ bescheinigten beide dem Kassierer hervorragende Arbeit. Den Stand der (finanziellen) Dinge findet auch Paul Köhler selbst sehr zufriedenstellend: Immerhin konnte der Gesamtkassenbestand um mehr als 100 Prozent gesteigert werden. Köhler: „Die Kassenlage ist gut. Sie erlaubt größere Beschaffungen. Wir haben es in der Hand, dass dies so bleibt.“

In seinem vom Krankenbett aus gesendeten Jahresbericht bedankte sich Bernhard Enste für das „stets offene Ohr“ des Bürgermeisters: „Seit seinem Amtsantritt hatten wir drei separate Audienzen. Überzeugend sei sein Bemühen gewesen, einen Bundeszuschuss für die Renovierung der Eingangsmuschel zu erreichen. Positiv bewertet der Vorsitzende die Ausweitung der Kontakte zum Museumsamt Münster: „Wir wurden eingeladen zu den Tagungen der Vereinigung Westfälischer Museen und der Arbeitsgemeinschaft Museumspädagogik in der Vereinigung Westfälischer Museen.“ Auf diese Weise habe man das Haus Kupferhammer immer wieder neu ins Licht rücken und die eigenen Wünsche verdeutlichen können.

Vielleicht lag es tatsächlich an der guten Kontaktpflege, dass aus den Absagen für die Wanderausstellungen „Schlaflos. Das Bett als Treffpunkt, Arbeitsplatz und Bühne“ (Arbeitstitel) sowie „Die 70er in Westfalen – Demos, Discos, Denkanstöße“, inzwischen verbindliche Zusagen geworden sind. Enste: „Am 22. Februar wird uns erstmalig der Leiter der Abteilung „Museumspädagogik besuchen.“ Gemeinsam mit den Leiterinnen der Grundschulen in Warstein und Belecke will er ein museumspädagogisches Konzept beraten.

Eine weitere Kontaktbrücke ist, nach den Worten Enstes, zum Gymnasium der Stadt Warstein hergestellt. So war das Kollegium im Oktober zu Gast im Museum und im November tagte dort die Fachkonferenz Geschichte. Die Gründung einer offiziellen Bildungspartnerschaft Museum/Gymnasium ist geplant.

Zu den „hilfreichen Neuanschaffungen“ des abgelaufenen Jahres zählen unter anderem neue Türschilder mit Kennziffern und kurzen Hinweisen, eine Mobilverstärkerbox mit Funkmikrofon sowie die von Thomas Oppmann gestifteten 105 Sitzkissen für die Stühle im Festsaal. In Auftrag gegeben wurde außerdem die Restaurierung von 58 Ridinger-Kupferstichen. Die Finanzierung ist unter anderem durch Spenden der Sparkasse Lippstadt und der Bürgerinitiative Warstein gesichert. - is

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