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Bauarbeiten im Allwetterbad Warstein: Duschen, Lüftung und Leitungen neu

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Von: Christian Clewing

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Baustellenbesichtigung von Badleiter Dennis Justus (r.) und Projektbetreuer Heinz Müller bei der Entkernung der Männerdusche: Rund 400 000 Euro werden im Allwetterbad in neue Duschen, Lüftungsanlage und Wasserleitungen investiert.
Baustellenbesichtigung von Badleiter Dennis Justus (r.) und Projektbetreuer Heinz Müller bei der Entkernung der Männerdusche: Rund 400 000 Euro werden im Allwetterbad in neue Duschen, Lüftungsanlage und Wasserleitungen investiert. © Clewing, Christian

Warstein – Schuttcontainer auf den Parkplätzen, herausgerissene Sanitäranlagen daneben, drinnen der ohrenbetäubende Lärm von Presslufthämmern: Seit Anfang letzter Woche wird im Allwetterbad Warstein wieder saniert. Zum einen wird der Duschbereich komplett umgestaltet, inklusive Erneuerung der Lüftungsanlage dort, zum anderen wird der Trinkwasserbereich nach den neuesten Hygienevorschriften erneuert. Rund 400 000 Euro investieren die Stadtwerke, Mitte Mai will man fertig sein und hofft dann auf Corona-Lockerungen für die Wiederaufnahme des Betriebes.

Eigentlich war die Maßnahme für den Herbst 2021 vorgesehen, bedingt durch die Pandemie-bedingte Schließung zog man sie aber vor. „Wir konnten ja schlecht schließen, wenn wir das Bad eigentlich wieder betreiben dürften“, so Heinz Müller, bei den Stadtwerken federführend bei der Projektumsetzung. Zusammen mit der Firma Kombiplan und dem Architekturbüro Prien-Tepas in Warstein gelang es, kurzfristig die Ausarbeitungen und die Ausschreibungen sowie die Vergaben zu erledigen. Für insgesamt zwölf Gewerke mussten Firmen und Handwerker gefunden werden – trotz voller Auftragsbücher gelang es, zudem blieben viele Aufträge bei Firmen im Ort. Bis Mitte Mai, so das Ziel, sollen nach dreimonatiger Bauzeit alle Arbeiten erledigt werden. Für den Herbst hatte man eine sechs- bis achtwöchige Schließung taxiert, hätte dann mit einem Provisorium versucht, den Betrieb noch in der Bauphase zu starten: „Wir hätten zum Beispiel Duschcontainer vor das Gebäude stellen müssen“, so Heinz Müller, „das wäre natürlich für die Badgäste eine große Belastung gewesen.“ Das kann man sich nun sparen, ebenso wie Kosten: rund 30 000 Euro hätte man für diese Containerlösung extra bezahlen müssen.

Anfang letzter Woche wurde mit der Komplett-Entkernung der Männer- und Frauenduschen begonnen. Insgesamt acht Duschmöglichkeiten wird es zukünftig jeweils geben – „das sind zwei weniger als bisher, aber es wird großzügiger“, so Badleiter Dennis Justus. „Gerade für Familien mit Kindern waren die bisherigen Duschen und Umkleiden relativ beengt.“ Daher wird es zukünftig nicht nur vier Familienumkleiden, sondern auch zwei Familienduschen geben. Während diese über Türen verfügen ebenso wie eine Dusche für Menschen mit Handicap, erhalten alle anderen Duschen Trennwände. Für die Zugänge zu den Duschen werden neue Wanddurchbrüche gemacht, um eine neue Wegeführung einzuführen. So erreicht man, dass bei geöffneten Türen zum Bad oder zu den Umkleiden keine Sichtachsen auf die Duschen mehr vorhanden sind. Auch die Toiletten kommen an neue Standorte. „Da haben wir ein gutes Konzept entwickelt“, so Dennis Justus. Neben den breiteren Duschen sollen auch Ablagen für Taschen – „das war auch ein Wunsch vieler Besucher“ – für mehr Komfort sorgen.

Ab der kommenden Woche soll nach den aktuellen Abrissarbeiten und den Bodenbohrungen mit dem „Wiederaufbau“ begonnen werden. Dazu gehört dann auch die Trinkwasseranlage, die nach Auskunft von Heinz Müller im Kaltwasserbereich quasi „ab dem Wasserzähler“ erneuert und auf den neuesten hygienischen Stand gebracht wird. Rund die Hälfte der Kosten sind alleine hierfür veranschlagt. In dem Zuge wird auch die Lüftungsanlage im Bereich der Duschen erneuert, den hatte man bei der umfassenden Sanierung vor fünf Jahren ausgespart.

„Mitte Mai“, so Heinz Müller, sollen die Arbeiten erledigt sein. Dazu zählen dann auch die übliche Revision und Reinigung des Bades durch das Team um Badleiter Dennis Justus und Techniker Thorsten Stimpel, denn neben den üblichen (Schönheits)Reparaturen wird trotz aller Schutzvorkehrungen auch reichlich Baustaub zu entfernen sein. „Wenn das Allwetterbad dann besonders schick ist, hoffen wir auch wieder öffnen zu können“, so Dennis Justus.

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