Schneefall

Aschermittwoch für Betriebshof-Mitarbeiter der elfte Winterdienst

Warstein – Unter dem Stichwort „Wetter“ sollten die Polizeiwachen im Kreis Soest jene Unfallnachrichten sammeln, die auf die Witterungsbedingungen zurückzuführen waren. Doch Pressesprecher Wolfgang Lückenkemper konnte bis Mittwochmittag für Warstein keinen Eingang verzeichnen.

„Die Leute scheinen umsichtig gefahren zu sein und waren gut vorbereitet“, so seine Einschätzung. 

Zu dem Zeitpunkt waren die Straßen auch längst schneefrei, weil auch der städtische Betriebshof „umsichtig und gut vorbereitet“ reagiert hatte. Für einen Mitarbeiter hatte die erste Schicht bereits um zwei Uhr in der Nacht begonnen, wie Betriebshofleiter Ingo Schaup erklärte: „Da hat der Kollege des Bereitschaftsdienstes seine Kontrollfahrt begonnen.“ 

Die dauerte bis 3.30 Uhr und führte ihn durch die wichtigsten Straßen des Stadtgebiets. Aber bis zum regulären Dienstbeginn um sieben Uhr hatte sich nur in den höher gelegenen Regionen von Warstein, Suttrop und Hirschberg eine leichte Schneedecke gebildet. 

Und der wurde dann gleich mit der vollen Besatzung zu Leibe gerückt. Mit sechs Fahrzeugen unterschiedlicher Größe wurde mit Salzstreuern und Schneeschiebern agiert, die Hauptverkehrsadern mit Buslinien wurden hatten Priorität und wurden sofort „bedient“.

Dabei waren alle Behälter auf den Fahrzeugen schon vorab befüllt worden, in zwei Silos lagert die Stadt jeweils 40 Tonnen Streusalz, in einem Lager am Enkerbruch liegen 300 Tonnen bereit. 

Als die Streuwagen in der Mittagszeit wieder am Betriebshofgelände neben der Kläranlage des Ruhrverbandes an der Franz-Hegemann-Straße, wurden sie umgehend wieder befüllt und gereinigt, Ingo Schaup bestellte auch gleich 25 Tonnen Streusalz nach, das verbraucht worden war. 

„Natürlich sind wir vorbereitet. Es ist Winter“, beschrieb er die Routine, mit der auf die aktuelle Situation reagiert wird. 

Übrigens war der Aschermittwoch nicht der erste Einsatztag für den Winterdienst: „Wir sind in diesem Winter schon elfmal ausgerückt“, so Ingo Schaup. Schnee hatte es zwar noch keinen gegeben, aber kalte Nächte mit glatten Straßen. 

Und so unterschiedlich sie von den Temperaturen her sind, so verschieden gestaltet sich auch der Salzeinsatz: „Richtig gefroren hat es ja eigentlich noch nicht. Und diese Temperaturen mit knapp über null Grad führten gestern zu einer Nassschneeschmiere, die die Fahrbahnen sehr rutschig macht. Da muss eben etwa mehr gesalzen werden“, so Schaup. 

In diesem Fall wurden bis zu 25 Gramm Salz pro Quadratmeter Straßenfläche ausgebracht, in anderen Situationen reichen auch zehn bis 15 Gramm. 

Um die weitere Wetterlage im Blick zu behalten, bedient sich der Betriebshof der Voraussagen des Deutschen Wetterdienstes, Versicherungen geben Hinweise, „und wir verfolgen ja selbst die Nachrichten im Radio und im Fernsehen“, sagte Ingo Schaup. 

Er und seine Kollegen haben dabei immer die kommunalen Straßen im Blick, die Bund- und Landstraßen werden von Straßen.NRW vom Schnee befreit, bzw. der Kreis Soest kümmert sich um die Kreisstraßen. Diese beiden Dienststellen waren zuständig dafür, dass die Lkw, die gestern morgen nicht über den Stimm Stamm kamen, wieder weiterfahren konnten, und auf dem Haarstrang traf es einen Bus, der wegen Glätte nicht von der Stelle kam. Aber immer ohne Folgen für Personen oder Fahrzeugschäden.

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