30 Anmeldungen für Folgetreffen zum Thema Asyl

Karl Spiekermann lud dazu ein, die Menschen kennenzulernen.

WARSTEIN  - Von den gut 80 Teilnehmern an der Info-Veranstaltung zum Thema Asyl in Warstein haben sich 30 in eine Liste eingetragen, die die Vertreter aus der Sozialverwaltung im Rathaus herumgehen ließen. Als „ein sehr erfreuliches Ergebnis“ bezeichnete das Sachgebietsleiter Josef Pieper, der die Interessierten nach Karneval zu einem weiteren Gespräch einladen will.

Von Peter Teichmann

Die 30 Namen sind die Multiplikatoren aus den unterschiedlichsten Gruppen und Organisationen, die die neuen Ergebnisse dort hinein tragen.

Der Geist der Veranstaltung im Forum des Gymnasiums war geprägt von Wohlwollen und der Bereitschaft, den derzeit 160 Flüchtlingen aus 31 Ländern in Warstein zu helfen. Wobei auch deutlich wurde, dass bereits an vielen Stellen Unterstützung geleistet wird, weil die Menschen sich dazu bewogen fühlen, die „Fremden“ nicht ihrem Schicksal zu überlassen. Ein bedeutsamer Sprecher ihrer Anliegen ist Karl Spiekermann aus Waldhausen, aktiv im Möhnetaler Arbeitskreis Asyl. Er berichtete von praktischer Arbeit, die bereits geleistet wird, und von Warsteinern, denen die Freude, die sie den Asylbewerbern bereiten, großer Lohn ist. Nachdem Spiekermann im Dezember bei der KAB in Warstein zu Gast war, hatten sich spontan zwei Teilnehmer gefunden, die sich jetzt um jeweils zwei Familien kümmern und den Müttern Deutschunterricht geben.

Die Vermittlung der Sprache ist ein ganz großes Anliegen, allerdings ist auch gewünscht, dass den Menschen beim Umzug geholfen wird, oder ihnen das Zurechtkommen im Alltag erleichtert wird - und sei es, ihnen den Sinn der Mülltrennung zu verdeutlichen.

Um Mittel für Deutschunterricht zu bekommen, geht die Stadtverwaltung auf das Kolpingsozialwerk in Soest zu. In der Versammlung wurde gesagt, dass im Erzbistum Paderborn eine Million Euro bereitgestellt worden seien, und man werde beantragen, daraus Mittel für den Unterricht in Warstein zu bekommen, sagte Josef Pieper. Aus der Versammlung heraus wurde betont, wie wichtig der Deutschunterricht gerade für Kinder ist.

Neben allem städtischen Engagement geht die Arbeit der bereits aktiven Gruppen weiter. Karl Spiekermann lud alle Interessierten ein, am Donnerstag, 5. Februar, um 20 Uhr in sein Haus in Waldhausen zu kommen, wo der Möhnetaler Arbeitskreis Asyl seine nächste Zusammenkunft hat.

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