Allwetterbad Warstein öffnet am 7. Juli wieder

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Freuen sich auf die Allwetterbad-Wiedereröffnung am kommenden Dienstag, allerdings unter strengen Reglen wie die Rundkurse im Sportlerbecken: Nina Arndt und Andreas Kußmann (vorne), Matthias Seipel, Dennis Justus und Jawad Kayed.

Im Sportbecken Bahnen ziehen. Im Erlebnisbecken plantschen. Auf der Liegewiese in der Sonne chillen. Ab dem kommenden Dienstag ist das nach mehr als dreimonatiger Corona-bedingter Schließung wieder im Warsteiner Allwetterbad möglich – allerdings unter strengen Regeln, mit Einschränkungen, mit maximal 80 Badbesuchern und mit vorher gebuchten Onlinetickets.

Warstein – „Wir sind froh, dass wir den Bürgern endlich wieder etwas anbieten können“, so Stadtwerke-Leiter Matthias Seipel, der zusammen mit Jawad Kayed und Badchef Dennis Justus am Freitag die Spielregeln für die Öffnung vorstellte. Ab Dienstag, 7. Juli, 9 Uhr, sind die Eingangstüren für die Besucher weit geöffnet. Wer rein möchte, muss nicht nur am Eingang direkt seine Hände desinfizieren (Dennis Justus: „Nicht wundern, das Desinfektionsmittel riecht nicht.“) und darf dann erst auf dem mit grünen Pfeilen gekennzeichneten Weg zur Kasse vortreten. Dort wird allerdings nur bedient, wer zuvor im Internet seine Besuchszeit gebucht hat und einen QR-Code für jede Person ausgedruckt oder per Handy vorzeigen kann. dann gibt es das Ticket für das Drehkreuz. Zwei Stunden sind pro Badbesuch erlaubt, im Internet sind zuvor alle Besucher mit den Kontaktdaten einzutragen. Auch Babys und Kleinkinder, obwohl sie kostenlos sind. „So können wir schnell dem Gesundheitsamt Auskünfte erteilen“, so Matthias Seipel. Tritt kein Infektionsfall auf, werden die Daten automatisch nach vier Wochen vernichtet. Bezahlt werden kann entweder direkt bei der Buchung per Kreditkarte oder später im Bad bar oder per EC-Karte. Gebucht werden können Zeitfenster im 30 Minuten-Rhythmus, so steuert man den Andrang: Wenn es um 9 Uhr losgeht, kommt der erste 20er Block. Um 11 Uhr, wenn die erste Gruppe wieder das Bad verlässt, hat man dann die maximale Kapazität erreicht. Das sind erst mal 80 Personen, aufgrund der Flächen wären auch 120 möglich, so Matthias Seipel: „Wenn es gut läuft, werden wir die Zahl erhöhen...“

Die Besucher müssen Masken tragen, bis sie ihren Spind erreicht haben. Dort ist nur gut ein Viertel nutzbar, bei den Duschen ist jede zweite außer Betrieb – das Einhalten des an vielen Stellen angemahnten 2 Meter-Abstands soll so erleichtert werden. Grüne und blaue Pfeile regeln auch die Wege im Bad und ins Wasser. Auch dort kann man nicht einfach losschwimmen: Im Sportbecken gibt es zwei Bereiche für (langsamere) Freizeit- und für (schnellere) Sportschwimmer, in beiden muss linksherum, also gegen den Uhrzeiger, geschwommen werden. Aufs Haareföhnen muss man anschließend ganz verzichten: Die festinstallierten Haartrockner sind abgeschaltet, das Mitbringen eigener ist verboten: „Wegen der Verwirbelung der Aerosole“, erläutert Dennis Justus. „Wir gehen auf Nummer sicher“, so Matthias Seipel. Den umfangreichen Vorsorgekatalog, dazu zählt auch vermehrter Personaleinsatz zur Aufsicht sowie verstärkte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen, werde man immer wieder anpassen und optimieren. Sein Fazit daher: „Die Infektionsgefahr im Schwimmbad ist gering“, denn die „Chlor-Atmosphäre im Wasser und in der Luft mögen die Viren gar nicht“.

Theoretisch hätte auch der Saunabereich geöffnet werden dürfen, man entschied sich aber dagegen. Zum einen wäre nur die Nutzung der 90 Grad-Sauna erlaubt gewesen, zum anderen wird das Personal im Bad dringend benötigt. Nach den Sommerferien, sie sind ohnehin eine Zeit mit nur wenigen Saunabesuchern, will man das Thema noch mal diskutieren.

Daten und Fakten:

Die Tickets können ab sofort unter www.allwetterbad-warstein.de geordert werden. Das Allwetterbad ist montags von 12 bis 20 Uhr, dienstags bis freitags von 9 bis 20 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Kinder zahlen 1,50 Euro Eintritt, Jugendliche 2,50 Euro, Erwachsene 3,50 Euro. Kinder unter zwölf Jahren haben nur Zutritt in Begleitung eines Erwachsenen. Wird das 2-Stunden-Limit überzogen, wird eine Strafzahlung von 5 Euro pro 15 Minuten fällig.

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