Allagen zog gut zwei Stunden lang alle „Zukunfts-Register“

Der Zukunftsbegriff wurde im Familienzentrum „Nestwerkstatt“ für die Kommissionsmitglieder sehr anschaulich.
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Der Zukunftsbegriff wurde im Familienzentrum „Nestwerkstatt“ für die Kommissionsmitglieder sehr anschaulich.

Allagen -  Am Ende fehlte eine Viertelstunde. Doch das war nicht schlimm. Die Kinder der Johannes-Grundschule sorgten für den passenden Schlussakkord, wie Rolf Meiberg befand. Der Vorsitzende der Bewertungskommission des Dorfwettbewerbs gab um 16.15 Uhr nach gut zwei Stunden das Zeichen des Aufbruchs – immerhin hatte das Gremium um 17 Uhr mit Welver-Schwefe ein weiteres von 26 Dörfern im Kreis zu begutachten. Was er aus Allagen mitnahm, fasste er mit einem Wort zusammen: „Bemerkenswert“. Wie sich das in der Platzierung widerspiegelt, erfahren alle angetreten Dörfer am Freitag, 23. Juni, in Hewingsen.

Allagen hatte sich enorm ins Zeug gelegt, um nach 18 Jahren Pause – 1996 und 1999 war der Ort bereits zweimal im Kreiswettbewerb vertreten – eine perfekte Übersicht über all die Aktivitäten zu geben. Schließlich hat sich in den fast zwei Jahrzehnten eine Menge verändert, insbesondere hat die Gründung der Dorfinitiative als Reaktion auf die älter werdende Gesellschaft und den Wegzug vieler Geschäfte aus Allagen dem Ort neuen Schwung und neue Perspektiven gegeben.

Rund 15 Aktive stellten im Verlauf der zwei Stunden, die als fester Zeitrahmen von der Jury gewährt wurden, die Allagener Spezialitäten vor.

Alles begann um 14 Uhr an einem eher ungewöhnlichen Allagener Ort, nämlich an der Lieth auf der Nordseite der Möhne. Hier soll mit Hilfe der Leader-Förderung eine Aussichtsplattform gebaut werden. Uli Cordes zeigte den Kommissionsmitgliedern den überragenden Blick auf den Ort und erläuterte die herausragende Lage. Der Lieth-Steilhang sei die „Haupt-Naturraumgrenze Europas“ zwischen der norddeutschen Tiefebene und dem mitteleuropäischem Bergland. Nebeneinander fänden sich Acker, Grünland und Wald – überdies vielfach FFH-geschützt wie das Vogelschutzgebiet Hellwegbörde, der Arnsberger Wald oder das Möhnetal. Wolfgang Klein erläuterte in diesem Zusammenhang, wie erfolgreich die Altmäander des Möhneflusses durch das Life-Projekt wieder hergestellt worden seien.

Kreiswettbewerb 2017: Dorfrundgang mit der Bewertungskommission in Allagen

Kreiswettbewerb 2017: Dorfrundgang mit der Bewertungskommission in Allagen
Kreiswettbewerb 2017: Dorfrundgang mit der Bewertungskommission in Allagen
Kreiswettbewerb 2017: Dorfrundgang mit der Bewertungskommission in Allagen
Kreiswettbewerb 2017: Dorfrundgang mit der Bewertungskommission in Allagen
Kreiswettbewerb 2017: Dorfrundgang mit der Bewertungskommission in Allagen

Eng getaktet war der Zeitplan. Mit dem Bus wurden die fünf Stationen abgefahren. Bei den Wortbeiträgen achtete Antonius Kemper auf das Einhalten der Zeiten. Immer wenn er die kleine, auf seinem Daumen platzierte Fahrradklingel auslöste, liefen die letzten 30 Sekunden.

Rainer Kleeschulte gab im Haus Dassel einen Überblick über dessen Bedeutung, die Jury-Mitglieder konnten noch einen Blick durch die Fenster werfen. Dort solle ein Dorfgemeinschaftsraum entstehen, war Ortsvorsteher Gerald Wege als Hinweis wichtig.

Arno Franke schilderte die Bedeutung des TuS und der überragenden Sportanlage. Tobias Piekarz sprach über die Bedeutung der Vogelstange für die Schützen. Walter Eilhard hatte zur Schilderung des langen Kampf der Grenzweg-Anwohner beim Straßenbau fünf Minuten.

Stephan Schulte schilderte als „Bürgermeister des Schrewenfeld“ vielfältige Nachbarschafts-Aktionen, unter anderem das „schönste Straßenfest weit und breit“.

Alfred Eickhoff und Monika Greiß stellten die Arbeit des Familienzentrums Nestwerkstatt. Am Pfarrheim gab es schließlich neben Kaffee und Kuchen einen weiteren Höhepunkt bei der Schilderung der kirchlichen Aktivitäten unter anderem durch Heinz Piekarz, Reinhold Schröder, Eva Simon, Ulla Bräker, Hans-Jürgen Severin, Franz-Josef Michel und Dieter Beckschäfer. Zum Abschluss auf dem Dorfplatz sorgte die große Beteiligung der Allagener Bevölkerung rund um die eigens aufgebaute bekannte Bude des „Kleinsten Weihnachtsmarktes Deutschlands“ für viel Beachtung bei der Bewertungskommission.

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