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Aldi und Lidl in Sichtigvor wollen größer werden

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Von: Reinhold Großelohmann

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Der Lidl und der Aldi in Sichtigvor wollen ihre Verkaufsflächen von 800 auf 1200 Quadratmeter erweitern.
Der Lidl und der Aldi in Sichtigvor wollen ihre Verkaufsflächen von 800 auf 1200 Quadratmeter erweitern. © Großelohmann, Reinhold

Die beiden Supermärkte in Sichtigvor wollen ihre Verkaufsfläche vergrößern - und das im Gleichschritt. Beide haben sich auch schon an die Stadt Warstein gewandt.

Sichtigvor – Die Parallele ist unverkennbar. Vor zwei Jahren haben die Nachbarn Lidl und Aldi auf dem alten Hüttengelände in Warstein und Suttrop aufgerüstet und ihre Verkaufsflächen deutlich vergrößert. Der Aldi wurde erweitert, der Lidl komplett neu gebaut. Nun soll Ähnliches im Möhnetal passieren. Sowohl die Aldi-Immobilienverwaltung als auch Tobias Kruse als Eigentümer der Lidl-Immobilie haben sich an die Stadt Warstein gewandt und streben an, die Märkte zu modernisieren und deutlich zu vergrößern. Beide Anträge werden am Dienstag, 7. Dezember, um 18 Uhr in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in der Neuen Aula Belecke beraten.

Und es gibt noch eine weitere Parallele, die bei der Frage der Genehmigung von Bedeutung ist. In beiden Fällen lagen bzw. liegen die Standorte nicht im sogenannten „zentralen Versorgungsbereich“, den das Einzelhandelsgutachten der Stadt Warstein als wichtigsten Bereich für die Ansiedlung von Handelsbetrieben ausweist. Sie befinden sich nicht einmal im Nebenzentrum, eine Kategorie, die der Belecker Innenstadt zugebilligt wurde. Vielmehr handelt es sich nur um eine „Nahversorgungslage“, die einzig die lokale Versorgung im Blick hat.

Aldi wurde 2007 in Betrieb genommen

„Filialen zukunftsfähig gestalten“ gibt Aldi als Grund für die angestrebte Modernisierung und Vergrößerung von derzeit 800 auf dann 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche an. Kunden solle „eine attraktivere Einkaufsstätte“ und dem Personal „ein noch modernerer Arbeitsplatz“ geboten werden, so die Aldi-Vertreter Martin Golly und Michael Nysten. Anfallende Planungs- und Gutachterkosten will Aldi übernehmen. Der jetzige Markt war 2007 in Betrieb genommen worden.

Tobias Kruse möchte dem Lidl als Pächter in Zukunft ebenfalls 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche anbieten. Lidl gehe es nicht um eine „Sortimentserweiterung“ schreibt er in seinem Antrag an die Stadt, „sondern vielmehr soll die Warenpräsentation optimiert werden.“ Auch er erklärt sich bereit, „alle mit der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes anfallenden Kosten zu tragen.“

Der Lidl und der Aldi in Sichtigvor wollen ihre Verkaufsflächen von 800 auf 1200 Quadratmeter erweitern.
Der Lidl und der Aldi in Sichtigvor wollen ihre Verkaufsflächen von 800 auf 1200 Quadratmeter erweitern. © Großelohmann, Reinhold

In den vergangenen Jahren hat sich das Gewerbegebiet „Fritz-Josephs-Straße“ zu einem beliebten Einkaufsbereich entwickelt. Eigentlich hatte die Stadt Warstein dies in der Form gar nicht vorgesehen. Ursprünglich sollte Belecke diese Aufgabe für das gesamte Möhnetal übernehmen, in Sichtigvor sollten Flächen für Gewerbe vorgehalten werden. Doch es kam anders. Fast zeitgleich mit der Aldi-Ansiedlung, die von der Stadt gewollt worden war, erfolgte die Eröffnung des Lidl-Marktes. Der Bebauungsplan hatte dies nicht explizit ausgeschlossen. Aldi verzichtete zum Bedauern vieler Belecke dann aber auf einen Standort in der Badestadt, allerdings siedelte sich zwischenzeitlich am Pietrapaolaplatz ein Netto-Markt neu an.

Zwischenzeitlich hat auch der Drogeriemarkt Müller in Sichtigvor eröffnet, dessen Ansiedlung lange Jahre umstritten war. Im vergangenen Jahr erweiterte auch der Rewe-Markt. Volksbank und Sparkasse stärken den Standort mit einem gemeinsamen Service-Pavillon. Von der Bevölkerung aus dem gesamten Möhnetal bis über die Haar und in die Gemeinde Möhnesee werden die Läden im Gewerbegebiet Fritz-Josephs-Straße angenommen.

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