1. Soester Anzeiger
  2. Lokales
  3. Warstein

Ortschaften, Persönlichkeiten und Besonderheiten aus Warstein

Erstellt:

Von: Reinhold Großelohmann

Kommentare

Zahlreiche Einträge sind im Online-Lexikon Wikipedia mit Bezug zu Warstein zu finden, unter anderem über die Bilsteinhöhle.
Zahlreiche Einträge sind im Online-Lexikon Wikipedia mit Bezug zu Warstein zu finden, unter anderem über die Bilsteinhöhle. © privat

Warstein – Zwischen dem Begriff „Wikingerzeit“ und dem polnischen Schriftsteller Jan Wiktor ist im 24. und letzten Band meiner Brockhaus-Enzyklopädie zuhause im Wohnzimmer nichts zu finden. Trotz Ledereinband und Goldschnitt fehlt hier ein Begriff, ohne den es im Internet nicht geht: Wikipedia. Am 15. Januar vor exakt 20 Jahren wurde die Datenbank als öffentliche Enzyklopädie, die jedermann kostenlos nutzen kann, aber in der auch jedermann selbst Einträge machen kann – wiederum kontrolliert von allen – gegründet. Was das mit Warstein zu tun hat? Sehr viel. Denn nach inzwischen zwei Jahrzehnten finden sich dort auch eine Unmenge von Einträgen und Informationen über Warstein und Rüthen – zumeist aufbereitet durch Fotos, Karten oder Tabellen.

Man findet alle Ortschaften mit vielen Detail-Informationen sowie die meisten Sehenswürdigkeiten von Haus Kupferhammer über das Haus Dassel, den Lörmecketurm, die Bilstein- und die Liethöhle, die Alte Kirche und das Sichtigvorer Kettenschmiedemuseum. Beim Disput um die Begriffe Kloster Mülheim oder neuerdings Schloss Mülheim hält es Wikipedia mit der Deutschordenskommende Mülheim. Aufgeführt sind Warsteins Flüsse und die Landschaften vom Mittelmöhnetal über den Haarstrang bis zur Plackwegshöhe.

Auch die Naturschutzgebiete fehlen nicht, etwa der Oberhagen, und natürlich die „großen Söhne und Töchter der Stadt“. Bei den Bürgermeistern haben es bislang nur Hermann Kroll-Schlüter und Amtsinhaber Dr. Thomas Schöne zu einem Eintrag geschafft. Bei Ratssitzungen trifft Letzterer seit kurzem stets auf ein zweites Wikipedia-Gesicht, nämlich Dagmar Hanses. Die Grünen-Politikerin kam aufgrund ihres Landtagsmandates zu einem Wikipedia-Eintrag – und sitzt seit Oktober im Rat. Natürlich ist auch die Warsteiner Brauerei mit Einträgen vertreten und selbstverständlich auch mit der Montgolfiade. Man erhält historische Informationen über das einstige „Amt Warstein“, die frühere St. Wilhelmshütte, über das schlimme „Massaker im Arnsberger Wald“ oder „Anstaltspfarrer Lorenz Pieper“ der einstigen Provinzial-Heilanstalt. Deren Nachfolger, die heutige LWL-Klinik Warstein, findet man ebenso.

Auch die neuere Geschichte wird berücksichtigt mit dem „Legionellose-Ausbruch Warstein“ im Jahr 2013. Aber ebenfalls so „normale“ Dinge wie das „Amtsgericht Warstein“ finden sich.

Was sich nicht findet und vielleicht im dritten Wikipedia-Jahrzehnt noch auf einen längeren Eintrag wartet, ist teilweise sogar angegeben und markiert aber mit leeren Seiten verlinkt. Etwa die Siepmann-Werke oder auch die Belecker Schatzkammer als Sakralmuseum. Auch die Warsteiner Madonna fehlt als eigenständiger Eintrag sowie der Bullerteich. Und die kleineren Flecken wie Taubeneiche oder Westendorf sind noch nicht gelistet. Alles dies findet sich auch nicht in meinen 24 Brockhaus-Bänden, wo ich zwischen der holländischen Provinz Gooiland und der Reifenfirma Goodyear noch eine riesengroße Lücke entdecke: Google! Denn wenn sie einen der Begriffe heute im Internet finden wollen, greifen fast alle automatisch zu dieser weltgrößten Suchmaschine und „googeln“. Zum Beispiel „Warstein“!

Auch interessant

Kommentare