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„Wohnlandschaften“ im Soester Süden: Gesellschaft setzt Verursachern Frist

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Die Sofas am Canadischen Weg.
Die Sofas am Canadischen Weg. © Karin Hillebrand

Da meinten es die Bewohner vom Canadischen Weg in Soest für alle Ruhesuchenden wohl besonders gut. Herrenlose Sofas standen auf den Grundstücken des Wohnungsunternehmens LEG.

Soest - „Grundsätzlich ist die Sperrmüllabfuhr in Großwohnanlagen immer eine Herausforderung“, sagt Nils Roschin, Sprecher der LEG-Immobilien-Gruppe. Im konkreten Fall seien die Sofas bereits am Mittwoch von einer LEG-Mitarbeiterin entdeckt und dokumentiert worden.

Die Verursacher konnten ebenfalls ermittelt werden. „In einem Anschreiben wurden sie aufgefordert, den Sperrmüll in einer terminierten Frist zu beseitigen. Sollte nach Ablauf der Frist der Sperrmüll nicht beseitigt worden sein, wird die LEG diesen auf Kosten der Verursacher abfahren lassen“, erläutert Roschin.

Sofas im Soester Süden: Das sagt die Stadt

Das Abladen von Sperrmüll in Wohngegenden ist jedoch keine Seltenheit. Auch für die Stadt bedeuten solche Fälle viel Aufwand. „Die Stadt wird erst tätig, wenn sich Sperrmüll nicht auf privatem Grund befindet“, sagt Stadtsprecherin Brigitte Sliwa. Das sei aber keine Aufforderung an die Bevölkerung, den Müll ein paar Meter weiterzuschieben oder gar absichtlich an der Straße abzuladen.

„Die Beseitigung wilder Müllkippen durch die Stadt ist nicht kostenlos. Die Kosten werden dann auf alle Steuerzahler umgelegt“, stellt Sliwa klar. Gerade die Canadische Siedlung sei in punkto Müll ein Sorgenkind.

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