Feuer in Ostönnen

Landgasthof brannte -  Haus-Giebel abgerissen

OSTÖNNEN - Der Landgasthof Petra in Ostönnen ist endgültig Geschichte. Am Dienstag brannte das Fachwerkhaus an der B1 komplett aus. Durch die starke Rauchentwicklung mussten acht Menschen zwischenzeitlich medizinisch betreut werden, darunter ein 17 Monate alter Säugling. Die Brandursache ist unklar.

Die Feuerwehr Soest war nach dem Eingang des Alarms um 14.20 Uhr mit vier Zügen vor Ort, auch die Kollegen aus Werl mussten mit der Drehleiter anrücken. Die B1 war stundenlang gesperrt, es gab eine Warnung für die Ostönner Bürger, alle Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Mehr Bilder vom Einsatz der Feuerwehr

Feuer im Landgasthaus Ostönnen

Als die Feuerwehr eintraf, konnte sie ein Durchzünden des Hauses schon nicht mehr verhindern. Aus dem alten Fachwerkhaus drang bereits brauner Qualm, ein sicheres Zeichen für ein baldiges Durchzünden. Minuten später stand das Haus lichterloh in Flammen. Ein Eindringen in das Gebäude wurde dadurch undenkbar. „Das wäre lebensgefährlich für die Einsätzkräfte“, bestätigte Feuerwehrsprecher Roland Meier.

Damit lag das Augenmerk der Einsatzkräfte zunächst darauf, den Flammen Herr zu werden, die lichterloh aus dem Gebäude schlugen. Nach einer halben Stunde war das einigermaßen geschafft, mithilfe von Drehleitern näherten sich die Feuerwehrkräfte dem Dachstuhl, bei dem ein Teil der Dachpfannen schon eingestürzt war. Doch der anhaltende böige Wind machte der Feuerwehr weiter zu schaffen. Immer wieder verstärkte sich die Rauchentwicklung, da im Inneren des Gebäudes weiterhin Flammen loderten. So blieb auch die Warnung an die Ostönner Bürger nördlich der B1 weiter bestehen, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Dennoch verhinderten die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf den hinteren Gebäudeteil. Qualm, der aus den Fenstern der Scheune drang, war dem vorderen Gebäudeteil zuzuordnen. Die Löscharbeiten mussten im vollen Umfang bis in die Abendstunden fortgeführt werden, erst dann konnte die volle Einsatzstärke reduziert werden.

Am Abend wurde mit einem Bagger der obere Teil des Haus-Giebels abgerissen. Damit sollte verhindert werden, dass der Giebel auf die Straße stürzt. Die B 1 war deshalb bis 21 Uhr gesperrt.

 Ein Löschfahrzeug bleibt die ganze Nacht vor Ort, um weitere Glutnester im Auge zu behalten.

Zwei der acht medizinisch betreuten Personen mussten vorsorglich ins Klinikum Soest gebracht werden, darunter war ein 17 Monate alter Säugling. Feuerwehrsprecher Roland Meier erklärte, dass es sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelte. Personen im Gebäude konnten nicht zu Schaden kommen, der ehemalige Landgasthof Petra steht nach Auskunft von Ortsvorsteherin Elisabeth Prolingheuer seit drei Jahren leer, da sich kein Pächter finden ließ.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Wegen des Leerstandes waren die Versorgungsleitungen gesperrt. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum genauen Zeitpunkt des Brandausbruches machen können, oder die Beobachtungen vor dem Brand gemacht haben.

Hinweise an die Kriminalpolizeiunter Telefon 02921/910 00.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare