Der Wochenmarkt vor der Petrikirche erfreut viele Beschicker, aber nicht alle

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Kaffeeklatsch und Wochenmarkt. Viele Gäste und Besucher sehen den Übergangsstandort auf dem Petri-Kirchplatz durchaus positiv.

Soest - Seit Anfang April laufen die Umbauarbeiten in der Rathausstraße zwischen Post und Stadtmodell. Seitdem gastiert der Wochenmarkt zum Teil auf dem Petrikirchplatz, auf dem auch das Café und Restaurant „Ferdinand“ seinen Außenbereich hat. Das erfreut viele Beschicker, aber nicht alle.

Die einen trinken genüsslich ihren Kaffee, während andere ihre Besorgungen auf dem Wochenmarkt erledigen. Ein Zustand, der für die Marktbeschicker teilweise schöne Synergieeffekte zur Folge hat. Der Spargelstand des Hofs Hüchtker beispielsweise profitiert von dem neuen Standort vor der Petrikirche. Die Verkäuferin sieht oftmals Kunden, „die sich von der Atmosphäre anstecken lassen“ und sich für einen Bummel über den Wochenmarkt entscheiden. 

Auch für die Bäckerei Borghoff könnte sich die Zwischenlösung dauerhaft etablieren. Seitdem der Verkaufwagen nicht mehr vor dem Standesamt steht, würden immer mehr neue Kunden auf die Teigwaren aufmerksam. Bei Streiter freut man sich ebenfalls über das lebhafte Treiben vor dem Schaufenster, das nicht selten zu einer spontanen Kaufentscheidung führe. Auf der anderen Seite gibt es auch die Verlierer der Umbauarbeiten. So wie der Blumenhändler Gerhard Berger. Seitdem er nicht mehr direkt vor dem Rathaus stehe, habe er massive Umsatzeinbrüche zu beklagen. 

Die positiven Wechselwirkungen von Wochenmarkt und ansässigen Ladenlokalen würden ihm nicht ausreichen, die fehlende Laufkundschaft zu kompensieren. Katharina Asshoff vom Fischstand Thöne weiß Ähnliches zu berichten, doch sie sieht es positiv: „Jetzt ist es nicht mehr so windig hier“. 

Blumenhändler Berger sieht generell viel Raum für Verbesserung des Soester Wochenmarktes. Er wünscht sich einen zentralen Ort in der Stadt, mit kostenlosen Stundenparkplätzen für Marktbesucher und genug Plätzen zum Ausruhen und Verweilen. Bis November soll noch gebaut werden. Danach sol der Wochenmarkt wieder an seinen angestammen Platz. - pv

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