Der Schnee kann kommen: Soester Winterdienst ist gerüstet

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Der Winterdienst steht bereit und ist für den Fall des Falles gerüstet, wie hier bei den Kommunalen Betrieben in Soest.

Soest - Lange hat der Winter auf sich warten lassen. Doch nun ist er da, und nachts herrscht klirrende Kälte. Bei knackigen Minusgraden und Trockenheit ist es im Moment ruhig auf den Straßen. Bisher wurde der Winterdienst relativ wenig gefordert. Das aber kann sich schnell ändern. 

„Gerade einmal 12 Einsätze seit Ende November“, meldet Bernd Dohle vom Baubetriebshof des Kreises Soest in Erwitte. Er sagt auch: „Die Streumittel-Silos sind gefüllt.“ Erst vor wenigen Tagen seien noch einmal 400 Tonnen Salz geordert worden, so dass eine Menge von insgesamt 1600 Tonnen zur Verfügung steht. Die Menge müsste erfahrungsgemäß gut und gern für zwei Winter reichen, das hängt aber davon ab, wie streng und ungemütlich die nächsten Wochen ausfallen. 

Die derzeitige Hochdrucklage dürfte allen zupass kommen, die es zwar in dieser Jahreszeit frostig mögen, nicht aber die Schattenseiten mit Eis, Schnee und gefährlichen Straßenverhältnissen durch Glätte. Obacht heißt es besonders bei Niederschlägen gekoppelt mit Temperaturen um die null Grad. 

Wer Dienst schiebt und nicht kalt erwischt werden möchte, der schaut in diesen Wochen schon von Berufs wegen häufiger aufs Thermometer – auch bei strahlendem Sonnenschein vom wolkenlosen blauen Himmel. „Wir informieren uns zweimal täglich beim Deutschen Wetterdienst und beim Straßenwetterdienst“, teilt Bernd Dohle mit. Deutet sich an, dass der Winter womöglich mit all seinen Widrigkeiten Einzug halten will, ist die Nacht für die Belegschaft früh zu Ende. 

So wird das Wetter bei uns

Um 3 Uhr früh machen sich die ersten Mitarbeiter mit zwei Kontrollfahrzeugen auf den Weg. Das ist der Alarmdienst, der, wenn nötig weitere Kräfte verständigt, die dann die neuralgischen Punkte nach und nach entschärfen. Um 4 Uhr starten die Kollegen, und zwar 15 Mann pro Schicht. Sie sind zu beiden Seiten von Haar und Hellweg für ein Straßennetz von 500 Kilometern sowie für 80 Kilometer Radwege zuständig. Das Gebiet besteht aus 14 Bezirken. Die Spätschicht ist bis Mitternacht im Einsatz.

Bei den Kommunalbetrieben in Soest legen sich sich bis zu 40 Mitarbeiter ins Zeug, um den Tücken des Winters zu trotzen und somit zur Sicherheit beizutragen. Dazu gehören die regelmäßigen Kontrollen, schilderte gestern Thorsten Bottin als Rathaus-Sprecher. Zu den Stellen, die dann in Augenschein genommen werden, zählen etwa Parkhaus-Auffahrten. 

Bei kritischen Wettersituationen werden Sonderschichten eingeteilt, das war zu Wochnbeginn nicht der Fall. Was nicht ist, kann aber noch werden. Bernd Dohle erinnert an den vergangenen Februar, als der Winterdienst stark gefragt war – und zwar bevor Berufstätige und Schüler das Haus verließen.

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