Leiter des Archi-Gymnasiums geht in den Ruhestand

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Winfried Papenheim, seit fünfeinhalb Jahren Direktor des Soester Archigymnasiums, geht am 31. Januar in Ruhestand und verlässt die Schule

Soest – Auf den kommenden Freitag, 31. Januar, blickt Winfried Papenheim mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn dann wird der Schulleiter des Archigymnasiums feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Das Kollegium, Ehemalige, Schüler und Eltern werden dem Direktor „Danke“ sagen. Seit fünfeinhalb Jahren leitet Winfried Papenheim nun das Soester Traditionsgymnasium.

 Er folgte damals auf Heinrich Dreier. „Es war eine schöne Zeit als Schulleiter am Archi, gemeinsam mit einem tollen Kollegium und engagierten Schüler und Eltern konnten wir gemeinsam Einiges bewegen. Ich würde sofort wieder Leiter dieser Schule werden“, so Papenheim. Denn: Eigentlich wollte der 66-Jährige noch zweieinhalb Jahre die Geschicke des Archi leiten. „Ich hätte gerne bis Sommer 2022 weitergemacht, aber die Bezirksregierung hat das abgelehnt“, bedauert er. Nun wird ein neuer Direktor kommen – „Bewerber gibt es, glaube ich, genug für diese Schule, die einen guten Ruf genießt. 

Ich habe mich hier jedenfalls sehr wohl gefühlt.“ Papenheim war 2014 von einem kleinen Gymnasium in Marsberg nach Soest gewechselt. „Ich wollte mich neuen Herausforderungen stellen an einer großen Schule – und habe diesen Perspektivwechsel nicht bereut.“ Papenheim wollte neue Ideen auf den Weg bringen, zusammen mit den Kollegen und engagierten Konrektor neue Projekte für die Schule entwickeln. „Ich freue mich, dass es uns am 25. November, einen Tag vor meinem 66. Geburtstag gelungen ist, das Siegel „Europaschule“ zu erhalten. 

Das hat im Kollegium viel Arbeit erfordert“, so Papenheim. Austauschprojekte mit Canterbury in Südengland, mit Briey in der Nähe von Metz, mit Utrera in Südspanien und einer Schule im polnischen Warschau wurden in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Winfried Papenheim ins Leben gerufen.

 „Da bin ich schon stolz drauf, dass wir dass erreicht haben. Auch zum Thema Digitalisierung ist in den vergangenen Jahren vieles an der Schule auf den Weg gebracht. Die 5. und 6. Klassen nutzen i-Pads im Unterricht. „Zum Thema Digitalisierung haben wir eine Arbeitsgruppe mit jungen Kollegen eingerichtet.“

 In Papenheims Zeit fiel die Auszeichnung des Archi als Mint-freundliche und digitale Schule und als Schule ohne Rassismus. Mit einer guten Portion Gelassenheit und viel Erfahrung hat Papenheim das Archi ohne größere Tiefschläge entspannt gesteuert. Studiert hat Papenheim Kunst, Mathe und später noch Wirtschaftsinformatik.

 „Erstmal muss ich aufräumen, doch danach möchte ich Zeit finden, Keramiken zu machen, und wer weiß, vielleicht etwas mit Informatik zu machen.“ Zur Ruhe setzen will sich der Schulleiter noch längst nicht.

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