Kein Hingucker:

Wilde Müllkippe ist Sache des Eigentümers

Eindeutig keine Kunst: Dieses Ensemble gehört aufgeräumt.
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Eindeutig keine Kunst: Dieses Ensemble gehört aufgeräumt.

Soest – Es ist keine gute Visitenkarte für die Stadt Soest: An einigen Stellen macht die Stadt eher den Eindruck einer wilden Müllkippe als die der Perle Westfalens. So wie jetzt an der Ecke Reichenbacher Weg und Schlesische Straße.

Da prangt zwar ein Schild mit der Aufschrift „Sperrmüll abladen verboten“ und rotes Band soll vor ungefugter Müllentladung schützen. Davor aber zeigt sich ein – vorsichtig formuliert – unschönes Bild: Vornehmlich Unrat aus Gelben Säcken liegt verstreut zwischen Grünen Tonnen und Abfallsäcken.

Hotlines haben offenes Ohr

Wer unsachgemäß gelagerten Müll entdeckt oder auf eine wilde Müllkippe stößt, hat gleich drei Möglichkeiten, um auf den Missstand aufmerksam zu machen. Bei Fragen zum Gelben Sack gibt es unter der Hotline 02921/353253 Auskünfte und ein offenes Ohr. Das kreisweite Abfallservice-Telefon ist unter 02921/353111 geschaltet. Und die Kommunalen Betriebe der Stadt nehmen unter Tel. 02921/1034401 Infos zu wilden Müllhalden entgegen.

Bei der Frage, wer dieses Chaos wieder in einen ansehnlichen Zustand verwandelt, hat Stadtsprecher Thorsten Bottin eine klare Antwort: „An dieser Stelle handelt es sich um ein Privatgrundstück, auf dem der Eigentümer einen Müllsammelplatz eingerichtet hat. Deshalb ist auch der Eigentümer für dir Beseitigung des Mülls verantwortlich.“ Anders sehe es aus, wenn Müll auf öffentlichen Grund verteilt liege: Da müssten die Mitarbeiter der Kommunalbetriebe ausrücken und für Ordnung sorgen.
Michael Triphaus von der Abfallwirtschaftsberatung der ESG sieht die Zuständigkeiten ähnlich. Mit „Hellweg Entsorgung“ gebe es zwar eine Einrichtung, die für die Entsorgung der Gelben Säcke zuständig sei, doch nur wenn es etwa durch Stürme zum Verwehen der Säcke komme, schreite das Unternehmen auch ein. Ansonsten sei es eher Aufgabe der Stadt oder der Privateigentümer, für Ordnung zu sorgen.

Nach Anzeiger-Informationen will der Eigentümer nun den Platz zum Müllabladen so umbauen, dass es künftig nicht mehr zu solchen Bildern kommt. In der Vergangenheit war der Platz schon mehrfach aufgefallen.

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