Soester Ehepaar feiert eiserne Hochzeit

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Zwei, die fest zusammenhalten: Werner und Liboria Busch aus der Friedrichstraße feiern eiserne Hochzeit.

Sie feiern die „Eiserne“, doch weitere Jubiläen sind fest eingeplant. Werner Busch spricht auch für seine Frau Liboria, wenn er zuversichtlich feststellt: „Das haben wir uns vorgenommen und das schaffen wir – ganz bestimmt.“

„Hauptsache, der Herrgott spielt mit“, meint der 92-Jährige, doch zum himmlischen Vater habe er einen ganz guten Draht. Sein guter Rat für viele Lebenslagen lautet: „Man muss nur Optimist bleiben und darf den Humor nicht verlieren. Dann klappt das schon.“

 Das Paar aus der Friedrichstraße hält fest zusammen und freut sich auf das Fest im kleinen, gemütlichen Kreis.

 Die beiden erinnern sich noch gut daran, wie sie damals im Lippstädter Standesamt den Bund fürs Leben schlossen. Ein paar Wochen später, als sie glaubten, nun ziehe wohl allmählich der Frühling ins Land, spendeten sie sich vor Propst Carl Völmecke das Sakrament der Ehe. Noch heute erzählen sie oft über die im doppelten Sinne des Wortes unvergessene weiße Hochzeit, denn als sie im März zum Patroklidom gingen, überzog eine Schneedecke die Stadt.

 Erzählt er von der damaligen winterlichen Überraschung, schmunzelt Werner Busch. Denn eigentlich, so fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu, habe er für seine Braut doch den roten Teppich ausrollen wollen. 

65 Jahre sind seither vergangen. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verflogen ist, meint der Jubelbräutigam. Er stammt aus Lippstadt, die 91-jährige Liboria Busch kommt aus Allagen. Ihre Weg kreuzten sich in den 50er-Jahren beim morgendlichen Gang zum Bahnhof. 

Beide fuhren damals mit dem Zug, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Sie kamen ins Gespräch, verabredeten sich dann auch, aus ersten Blicken wurde Liebe, die die beiden bis ins hohe Alter verbindet. 

Nach Soest kam das Paar damals, weil es hier nach der Eheschließung eine Wohnung fand. Über der Gaststätte Puls im Norden der Stadt richteten die beiden ihr eigenes Reich ein. Später bauten sie gleich in der Nähe ihr schönes Haus im Grünen. Dort wuchs auch Sohn Christoph auf, der heute mit Ehefrau Ilka zu den ersten Gratulanten gehört und den Eltern alles Gute wünscht. 

Ist von seiner Familie die Rede, erzählt Werner Busch – vielen Soestern durch sein Waffel-Werk bekannt – eine weitere kleine Geschichte, die ihm besonders am Herzen liegt: „Ich heiße Josef mit zweitem Namen, meine Frau Maria. Unseren Sohn haben wir passend dazu Christoph genannt.

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