Und die Stadt gibt Geld dazu

Die clevere Alternative zum Auto: Lastenrad ergänzt Fuhrpark von Familie

Familie Wintjes und ihr neues Lastenfahrrad
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Nina und Kai Wintjes haben ihr Lastenfahrrad schon. Sie freuen sich über einen Zuschuss dafür von der Stadt, ihre Söhne Jonathan und Matteo über ein cooles neues Familienfahrzeug.

Sie sind eine saubere Sache und damit super fürs Klima, gut für die Gesundheit, und Geld von der Stadt gibt‘s auch noch beim Kauf dazu. Wenn man schnell ist. Familie Wintjes war schnell - und möchte ihr neues Lastenrad jetzt nicht mehr missen.

Soest – Jonathan und Matteo gehören zu den Soestern, die schon aufgesprungen sind auf den Zug. Wobei – eigentlich sind sie mehr rein gekrabbelt als gesprungen. Aber schließlich ist Jonathan auch erst 3 und sein kleiner Bruder nicht mal ein Jahr alt. Und ein Zug ist es auch nicht, sondern ein Lastenfahrrad mit ein bisschen elektrischer Unterstützung. Aber ohne ihre beiden Söhne hätten Nina und Kai Wintjes das neue Dreirad womöglich nicht angeschafft.

Wenn das Quartett mit dem markanten Dreirad unterwegs ist, dann sind Reaktionen von Passanten garantiert. „Wir werden häufig angesprochen“, bestätigt Nina Wintjes, dass ihr Rad eine auffallende, weil auch eher seltene Erscheinung im Soester Straßenbild ist – noch. Denn ihre Zahl nimmt langsam, aber stetig zu. Und dafür, findet Familie Wintjes, gibt es auch gute Gründe.

„Wir sind schnell in der Stadt, müssen uns keine Sorgen um einen Parkplatz machen und tun auch noch dem Klima etwas Gutes“, zählt Kai Wintjes auf. Für seine Frau kommt noch hinzu, dass sie immer schon eine Passion fürs Radfahren hatte, die kann sie jetzt nicht nur auf den klassisch notwendigen Fahrten wie zum Einkaufen ausleben, sondern auch auf Radtouren in die nähere Umgebung, nach Bad Sassendorf zum Beispiel oder an den Möhnesee.

Sie schätzt sowohl die Bewegung an der frischen Luft, als auch die völlig ausreichenden Kapazitäten ihres Lastenrades für solche Fahrten – inklusive genügend Platz für ihre beiden kleinen Passagiere und allem, was die Familie bei so einer Ausfahrt benötigt.

So können seit der Anschaffung des Dreirades im Frühjahr die beiden Autos wesentlich öfter als zuvor stehen gelassen werden.

Genau das ist ein wichtiger Grund für Uwe Dwornik, Klimaschutzbeauftragter der Stadt Soest, und seinen Mitarbeiter Rainer Wolf, warum sie die Anschaffung solcher Lastenräder nun schon im zweiten Jahr mit einem finanziellen Zuschuss von 500 Euro unterstützen.

Dieser aktuelle Fördertopf, gefüllt mit insgesamt 18 000 Euro, gehört zu den Sofortmaßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass Soest bis 2030 klimaneutral sein wird. Sie haben bereits zahlreiche Anträge bearbeitet und bewilligt. Es ist aber noch Geld im Topf für weitere Interessenten. Übrigens: Mit kleineren Summen werden auch der Kauf von Fahrradanhängern für Kinder oder Haustiere unterstützt.

So gibt‘s einen Zuschuss beim Kauf

Für den obligatorischen Lebensmitteleinkauf, den Transport von Kindern oder Hunden oder auch nur einen Picknickkorb – ein Lastenrad kann auf viele Weisen nützliche Dienste leisten. Ohne Abgase zu produzieren. Im vergangenen Jahr förderte die Stadt Soest die Anschaffung von 40 Lastenrädern, das Programm für dieses Jahr läuft seit Anfang Mai.

Gefördert werden sowohl Räder mit Elektroantrieb als auch „Klassiker“, die auf reine Muskelkraft setzen. In beiden Fällen gibt es pauschal 500 Euro dazu. Anträge müssen aus privaten Haushalten kommen, gekauft werden darf erst nach der Förderzusage. Alle anderen wichtigen Infos zu dem Förderprogramm auf www.soest.de oder bei Rainer Wolf unter Telefon 02921/103-3022 (Mail an r.wolf@soest.de)

„Das Beispiel von Familie Wintjes zeigt, wie praktisch und unkompliziert so ein Lastenrad in einer Stadt wie Soest sein kann“, erklärt Dwornik – und vergisst nicht zu erwähnen, dass der Kreis der an einer derartigen Anschaffung interessierten Soester quer durch alle Generationen geht: älter, jünger, Single oder eben Familien.

Für Kai Wintjes ist sein Lastenrad, das übrigens insgesamt rund 3000 Euro gekostet hat, ein Teil des Familienfuhrparks, das er nicht mehr missen möcht – und ganz sicher eine sinnvolle Ergänzung zu den motorisierten Fahrzeugen, die nach wie vor ebenfalls dazu gehören.

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