Verschiedene Faktoren belasten die Gewässer

Wasserqualität: Soester Bäche sind alles andere als sauber

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Der "Streber" unter den Soester Bächen: Die Renaturierung des Soestbachs, wie hier auf dem Gelände des ehemaligen Freibades, ist ein echtes Vorzeigeprojekt.

Soest – Im Soester Stadtgebiet ist eine ganze Menge im Fluss: Sechs fließende Gewässer listet eine Untersuchung auf, die jetzt im Umweltausschuss vorgestellt wurde. Bei der ging es darum, wie es um die Wasserqualität dieser Bäche bestellt ist – und was die Stadt tun kann, um sie zu verbessern.

Klar ist: Die Qualität ist verbesserungswürdig, die Mittel der Stadt, das zu erreichen, aber begrenzt. Im Grunde genommen beschränken sie sich auf den „naturnahen Rückbau“ wie im Fall des Soestbaches, dessen Wasserqualität inzwischen immerhin ein mäßig erreicht hat. 

Negativ wirken sich bei ihm, aber auch in unterschiedlichen Intensitäten bei der Schledde, dem Klaggesgraben, der Blögge, dem Amper Bach und dem Mühlengraben Belastungen aus der Landwirtschaft, von Kläranlagen und von Straßenverkehr und Bebauung oder Gewerbegebieten aus. Dagegen, so erklärte Alfred Koll von der Stadtverwaltung, könne die Stadt alleine kaum etwas ausrichten. Sehr wohl aktiv werden kann sie allerdings, wenn durch eine Renaturierung die Selbstreinigungskräfte eines Gewässers gestärkt werden können. 

Soestbach als positives Beispiel für Renaturierung

Dafür sei, so Koll, der Soestbach ein hervorragendes Beispiel – im März soll dort der Rückbau des letzten Abschnittes in der Kernstadt beginnen, zwischen dem Betriebsgelände der Stadtwerke und dem Feldmühlenweg. 

Als nächstes steht die Renaturierung des Amper Baches auf dem Programm, hier kooperiert die Stadt mit Amper Bürgern und einer AG des Convos. 

Allzuviel Wasser sollte nicht mehr durch die Soester Bäche fließen, bevor sie deutlich bessere Reinheitswerte aufweisen: Die EU macht Druck. „Die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie hätten eigentlich schon bis 2015 umgesetzt sein müssen“, erklärte Koll. Eine Verlängerung bis 2021 hat Soest bereits erhalten, allerspätestens 2027 sollten die Bäche aber (wieder) halbwegs sauber sein.

Die Bäche in der Benotung

Bei einigen sind es vor allem Einträge aus landwirtschaftlich genutzten Flächen, bei anderen Oberflächenwasser aus nahegelegenen Gewerbegebieten, bei wieder anderen Kläranlagen, die die Wasserqualität belasten. So wirklich gut geht es in Soest nur der Blögge – sie kann sich über eine entsprechend gute Benotung freuen. Immerhin mäßig wird die Reinheit des Wassers im Soestbach. im Klaggesgraben und im Amper Bach bewertet, unbefriedigend schneiden dagegen die Schledde und der Mühlengraben ab. Topaktuell sind die Analyseergebnisse allerdings nicht: Sie stammen aus dem Jahr 2014. Neue Untersuchungen werden erst wieder im Laufe dieses Jahres durchgeführt.

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