650 Einsätze am Freitag

Starkregen in Soest: Die Feuerwehr zieht am Tag danach Bilanz

+

[Update] Soest - Überflutungen im Kreis Soest nach Starkregen! Die Feuerwehren sind am Freitag im Dauereinsatz gewesen. Vor allem in Soest häuften sich die Notrufe. Am Tag danach hat Kreisbrandmeister Thomas Wienecke ein erstes Fazit gezogen.

Bereits am Freitagmorgen sei die Feuerwehr, nachdem sich eine erste Gewitterzelle über der Stadt Soest entladen hatte, zu Einsätzen ausgerückt. "Das waren aber nur 20 Stück, also alles human", sagt Thomas Wienecke. Was später am Tag folgen sollte, sei von anderem Kaliber gewesen. Das Problem: Es konnte keine Regen-Prognose abgegeben werden.

"Die Zellen ergeben sich aus dem Nichts", so Wienecke. Die Kreisleitstelle der Feuerwehr sei über ein Programm mit dem Deutschen Wetterdienst verbunden und damit immer auf dem aktuellsten Stand, was Wettervorhersagen betrifft. "Die Gewitterzellen aber bilden sich auch da, wo zuvor nichts gewesen ist."

Unwetter überflutet Teile von Soest

Rund 80 Liter an Regen pro Quadratmeter sind gestern auf die Soester Straßen geprasselt. "Vor solchen Wassermassen können auch ein noch so gutes Kanalsystem und eine Vorsorge nicht schützen. Wir sind aber auch auf solche Einsätze gut eingestellt", sagt Wienecke. Die Feuerwehren, das THW und die Hilfsorganisationen wurden von der Leitstelle aus organisiert. Vor allem in Soest lag ein Schwerpunkt, dort gab es ein massives Vorgehen der Einsatzkräfte. "Bei einem solchen Starkregen-Ereignis haben wir früher Tage abgepumpt. Jetzt lassen sich derartige Vorfälle in kurzer Zeit abarbeiten", erklärt Wienecke.

Er weist aber auch darauf hin, dass nicht alle Notrufe, die in der Zentrale eingehen, auch gleichzeitig behandelt werden können. Mehr als 700 Mal ging am Freitag in der Leitstelle das Telefon. "Wir arbeiten dann nach Prioritäten ab. Kritische Infrastrukturen wie Altenheime und Krankenhäuser sind zuerst dran. Das stößt manchmal auf Unverständnis bei den Anrufern", sagt der Kreisbrandmeister. "Die Helfer geben alles - auch völlig durchnässt nach acht Stunden."

Rund 650 Einsätze fuhren die Rettungskräfte am Freitag. 600 Helfer waren im Einsatz. Auch am Samstagmorgen waren sie noch im Einsatz - erwartungsgemäß, wie Wienecke sagt. Manch einer komme aus dem Urlaub zurück oder sei am Freitag nicht vor Ort gewesen. Es sei nie auszuschließen, dass der eine oder andere Schaden erst einige Stunden später entdeckt werde. Neben Soest waren vor allem auch Lippstadt und Erwitte vom Unwetter betroffen. 

Für die Feuerwehren in Lippstadt und Erwitte wurde Vollalarm ausgelöst. Insgesamt wurden 250 Einsätze gefahren. Auch in Warstein hatten die Feuerwehrkräfte viel zu tun: Der Starkregen sorgte im Ortsteil Sichtigvor dafür, dass Erdmassen von den Feldern in den Ort gespült wurden und Straßen sowie Häuser überfluteten und verschlammten. Das fasste der Kreis Soest in einer Mitteilung am Sonntag mit.

Zufrieden äußert sich Wienecke auch über die Vernetzung mit den Nachbarstädten: "Die Organisationsstruktur hat sich bewährt. Ich möchte auch eine Lanze für die Leitstelle brechen, die in solchen Momenten auch zu einer 'Leidensstelle' wird: Die Mitarbeiter dort haben Höchstleistungen erbracht. Nach zwölf bis 14 Stunden ohne Unterbrechung am Tisch gehen die Mitarbeiter auf dem Zahnfleisch."

Die Entwicklungen des Freitags zum nachlesen:

23.40 Uhr: Im Westkreis - Soest und Werl - ist den Einsatzkräften nun eine ausgiebige Ruhepause gegönnt. Sie haben alle ihre Einsätze abgearbeitet. Die Bereitschaft für etwaige neue Einsätze bleibt jedoch bestehen. Anders sieht es hingegen in Erwitte in Lippstadt aus. Hier sind die Rettungskräfte noch im Dauereinsatz. Weiter müssen unter anderem vollgelaufene Keller ausgepumpt werden. "In Lippstadt sind derzeit alle verfügbaren Kräfte im Einsatz. Sie werden von zwei überörtlichen Zügen und dem THW unterstützt", schilderte Feuerwehr-Sprecher Kevin Teipel am späten Abend. Aktuell liege die Statistik bei mehr als 530 Unwettereinsätzen - "und viele Einsätze aus Lippstadt tauchen in dieser Statistik noch gar nicht auf!" Es dürfte nicht übertrieben sein, diesen Tag als Jahrhundertereignis zu betiteln. 

22.48 Uhr: Auch die Unwetter-Warnung wurde für den Bereich Soest seitens des Kreises zurückgenommen.

22.47 Uhr: Die Stromversorgung in Ostönnen wurde wieder hergestellt. Der Kreis gibt Entwarnung.

Wichtige Info der Feuerwehr nach Stromausfall

22 Uhr: Stromausfall in Ostönnen! Wichtige Information der Feuerwehr: Wenn sie einen Notfall melden müssen und dies aufgrund des Stromausfalls telefonisch nicht möglich ist, suchen Sie das Feuerwehr-Gerätehaus an der Werler Landstraße in Ostönnen auf. Dieses ist von Einsatzkräften besetzt worden. 

Die Lage in Lippstadt sei weiter angespannt. Nahezu durch das gesamte Stadtgebiet zögen sich laut Feuerwehr die Einsätze. Auch überörtliche Kräfte seien im Einsatz. 

20.53 Uhr: Jetzt gibt es eine erste Einschätzung aus Sicht des Kreises Soest: "Einsatzschwerpunkte waren die Stadtgebiete Soest, Warstein und Rüthen. Vorrangig war allerdings die Soester Innenstadt betroffen, wo mehrere Straßen und Unterführungen unter Wasser standen", teilte der Kreis mit. 

Allein in Soest mehr als 250 Feuerwehrkräfte im Einsatz

"Es sind überwiegend Keller vollgelaufen, die ausgepumpt werden musste, und mehrere Straßen und Unterführungen wurden zum Teil überflutet oder waren verschlammt. In Rüthen mussten zusätzlich ein paar Tiere vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht werden. Aufgrund der vielen Notrufe haben wir Einsatzschwerpunkte gebildet und diese sukzessiv abgearbeitet", erklärte Kreisbrandmeister Thomas Wienecke. Über 500 Notrufe gingen am Nachmittag in der Kreisleitstelle ein. Allein in Soest waren mehr als 250 Feuerwehrfrauen und -männer im Einsatz. Weitere Feuerwehren aus dem Kreis Soest leisteten überörtliche Hilfe. Zudem waren die Technischen Züge des THW Soest und Lippstadt im Einsatz, unter anderem mit zusätzlichen Pumpen. 

Zudem gab es im direkten Verlauf des Soestbaches und dessen Zuläufen auf dem Gebiet der Gemeinde Welver, speziell in den Orten Schwefe, Berwicke und Borgeln, Hochwasser. 

Aufräumarbeiten bis in die Nacht

Die Aufräumarbeiten werden sich voraussichtlich noch bis in die Nacht ziehen, lautet die Prognose des Kreisbrandmeisters. Bereits in den frühen Morgenstunden hatte eine Unwetterfront das Kreisgebiet getroffen und für insgesamt 20 Einsätze der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in nur zwei Stunden gesorgt. 

20.40 Uhr: Die Lage entspannt sich allmählich - zumindest in Soest. "Erste Kräfte rücken wieder in die Wachen ein, bleiben aber in Bereitstellung", erklärte Feuerwehr-Pressesprecher Kevin Teipel. Dennoch bleibe der Führungsstab um Kreisbrandmeister Thomas Wienecke weiter aufmerksam. Gemeinsam verfolge man jede aktuelle Entwicklung auf dem Wetterradar. "Es bilden sich immer wieder neue Gewitterzellen", erläuterte Teipel. In Soest kann langsam durchgeatmet werden - im Bereich Lippstadt hingegen scheint sich die Lage nun zuzuspitzen. Dort wurde Wehr-Alarm ausgelöst, da es vor allem in den Bereichen Kernstadt, Benninghausen, Overhagen und Cappel ein "sehr hohes Einsatzaufkommen" gebe. 

19.59 Uhr: In Bad Sassendorf scheint das Wetter unter anderem bei der Gemeindeverwaltung an der Eichendorfstraße Schaden angerichtet zu haben.

Gewitterzelle zieht Richtung Ostkreis

19.43 Uhr: Laut Feuerwehr-Pressesprecher Kevin Teipel brachte die zweite Gewitterzelle gegen kurz nach 19 Uhr weitere Einsätze in Soest. "Teilweise sind immer noch ganze Straßen betroffen, die Einsatzkräfte arbeiten sich von Haus zu Haus voran. Es kann auf jeden Fall noch keine Entwarnung gegeben werden!" Die zweite Gewitterzelle ziehe nun in Richtung Erwitte und Lippstadt. Auch dort seien bereits die ersten Einsätze gemeldet worden. 

19.25 Uhr: Wir haben mit den Soester Stadtwerken gesprochen: „Alle Mann sind unterwegs, wir fahren gerade sämtliche Anlagen ab“, berichtet Axel Funke. Der Leiter der Abteilung Abwasser eilte mit seinem knapp zehnköpfigen Team von einem Pumpwerk zum nächsten und inspizierte die Überlaufanlagen. So wie es aussieht, berichtet Funke, kam der sintflutartige Regen offenbar aus Süden. Er flutete den Hiddingser Weg und die Niederbergheimer Straße. 

Die Wassermassen, die das Kanalnetz nicht mehr schlucken konnte, rauschten weiter Richtung Innenstadt in all die Senken, wo die Soester auch sonst häufiger als anderswo mit nassen Füßen zu tun bekommen: im Grandweg, rings um den Potsdamer Platz, aber auch weiter nördlich entlang des Soestbachs. Die Regenwasserkanäle und eben der Bach sind so ausgelegt, dass sie ein „dreijähriges Ereignis“ verkraften können und das Wasser nicht aus den Gullis schießt. Klingt sehr technisch und meint dies: Die stärksten Güsse, wie sie (statistisch) einmal in drei Jahren niedergehen, kann das Soester Kanalnetz gerade noch verkraften, ohne dass Straßen, Häuser und Keller unter Wasser gesetzt werden. „Noch wissen wir nicht, um was für ein Ereignis es sich diesmal gehandelt hat“, sagt Funke. Dazu müssen erst noch die Messungen und Pegelstände ausgewertet werden. 

Stadtwerke-Mitarbeiter: "So etwas in den vergangenen 20 Jahren nicht erlebt"

In der kommenden Woche sollen belastbare Zahlen vorliegen. Fest steht aber schon jetzt: Das Abwasserteam, das in der Soester Altstadt unterwegs und zum Teil seit vielen Jahren für den Hochwasserschutz sorgt, hat so eine Flut in den vergangenen 20 Jahren nicht erlebt. Der Soestbach benötigte noch Stunden nach dem Alarm um kurz vor 16 Uhr, die Wassermassen Richtung Norden zu transportieren. Zeitweilig waren die Sammelbecken vor der Kläranlage im Soester Nordwesten dermaßen überfüllt, dass man von weitem nur die Handläufe der Sperrgitter sehen konnte.

19.15 Uhr: Das war anscheinend nur ein kurzes Wiedersehen. Der Regen hat bereits wieder nachgelassen.

19.04 Uhr: Der Regen meldet sich zurück. Über der Niederbergheimer Straße ergießt er sich erneut in großen Mengen, die Straße sei bereits wieder von Wasser bedeckt!

18.53 Uhr: Eine gute Nachricht gibt es dennoch zu vermelden: Nach derzeitigem Stand gibt es keine Verletzten!

18.42 Uhr: Aufgrund des Starkregens ist im direkten Verlauf des Soestbachs und der Zuläufe auf dem Gebiet in Welver, speziell in den Orten Schwefe, Berwicke und Borgeln mit weiterem Hochwasser zu rechnen, heißt es von der Feuerwehr. Die Bevölkerung wird gebeten, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Eigentum zu sichern. "Persönliche Wertgegenstände sollte entweder aus dem Keller getragen oder zumindest höher gelagert werden", erklärte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Görge. 

18.32 Uhr: Mehrere Einheiten der Feuerwehren aus dem ganzen Kreisgebiet sind derzeit dabei, den Soestbach zu kontrollieren. Ziel ist die Gefahren-Einschätzung, ob der Soestbach möglicherweise über die Ufer treten könnte.

Eindrücke des Hochwasser in unserem Video:

18.00 Uhr: Der Regen hat mittlerweile aufgehört. Ein Ende der Arbeiten der Einsatzkräfte ist jedoch noch nicht abzusehen. Im Gegenteil. Noch immer werden weitere Feuerwehr-Einheiten aus dem ganzen Kreisgebiet zur Hilfe nach Soest gerufen.

17.52 Uhr: Auch im Warsteiner Ortsteil Sichtigvor gab es Hochwasser.

17.45 Uhr: Die Feuerwehr warnt vor dem Betreten von voll gelaufenen Kellern - Stromschlaggefahr!

17.40 Uhr: Mit im Einsatz sind auch das THW Soest, das die Einsatzkräfte mit Verpflegung versorgt, sowie das THW Lippstadt, das beim Abpumpen der Wassermassen hilft. Koordiniert wird der gesamte Einsatz vom Stab des Kreisbrandmeisters, der sich in der Rettungsleitstelle des Kreises versammelt hat. „Von hier werden in enger Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Soest die Einsätze eingeteilt und koordiniert“, erklärt Michael Görge.

17.30 Uhr: Zur überörtlichen Hilfe wurde nun auch die Feuerwehr Welver gerufen. Derzeit gebe es mehr als 500 Einsatzstellen!

Bilder

17.28 Uhr: Unter anderem hat es den neuen Kress in der Innenstadt stark getroffen. Das Wasser sei durch die Kanalisation nach oben gedrückt worden, Gullis seien in die Höhe geschossen. Nachdem es sich auf eine Höhe von etwa 20 Zentimeter gestaut hatte, lief es durch die Fenster in die Geschäftsräume, auch durch den Haupteingang liefen die Wassermassen. 

17.07 Uhr: Um 14.45 Uhr hatte der Starkregen eingesetzt, schnell wurden die Folgen klar. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke rief gegen 16 Uhr die Großschadenslage aus.

16.55 Uhr: Mehr als 250 Notrufe gingen in kürzester Zeit in der Leitstelle des Kreises Soest ein. Allein aus Soest sind mehr als 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Weitere Einheiten aus den Stadtgebieten Warstein, Anröchte und Lippetal wurden zur überörtlichen Hilfe hinzu alarmiert. Häufigste Einsatzgründe: Überflutete Keller, Tiefgaragen, Wohnungen und Geschäfte in der Innenstadt. Unter anderem soll es den frisch eröffneten Kress stark getroffen haben.

16.44 Uhr: Weitere Feuerwehr-Einheiten aus dem Kreisgebiet wurden zur überörtlichen Hilfe nach Soest alarmiert. So ist beispielsweise der Löschzug Belecke in Richtung Bördestadt ausgerückt.

16.35 Uhr: Der Regen hat mittlerweile nachgelassen, in Teilen schon komplett aufgehört. Der Kampf gegen die Wassermassen auf den Straßen dürfte sich dagegen noch hinziehen.

Ein Auto konnte im Bereich Riga-Ring nicht mehr rechtzeitig vor den Fluten gerettet werden.


Die Einsatzkräfte bargen das havarierte Fahrzeug.

Die Feuerwehr kümmert sich um die Bergung des Fahrzeugs.


16.33 Uhr: Informationen unserer Redaktion zufolge habe in dem Auto niemand mehr gesessen. Der Fahrer sei unter Schock geflohen.

16.29 Uhr: Am Riga-Ring wurde die Unterführung überschwemmt. Ersten Erkenntnissen zufolge konnte ein ein Auto nicht mehr rechtzeitig vor den Fluten gerettet werden.

16.23 Uhr: Einsatz am Hiddingser Weg: Hier ist ein Keller vollgelaufen. Die Einsatzkräfte sind aber noch ganz entspannt, geben trotzdem einen wichtigen Rat: "Vorsicht! Einige Gullideckel sind hoch gekommen!"

16.15 Uhr:  Auf dem Grandweg beispielsweise hat sich ein kleiner Fluss gebildet. Auch der Opmünder Weg, der Müllingser Weg sowie die Rüthener Straße versinken im  Wasser. Die Feuerwehren arbeiten auf Hochtouren und pumpen Wasser ab. Zahlreiche Keller sind überschwemmt.  

15.45 Uhr:  Der Starkregen setzte kurz vor 15 Uhr ein. Kurze Zeit später waren viele Straßen unter Wasser: Wer kann, sollte sein Auto stehen lassen. Am Großen Teich in der Innenstadt drücken die Wassermassen Kanaldeckel hoch. 

Unter anderem ist die Feuerwehr am Hiddingser Weg im Einsatz.

Warnmeldung des Kreises Soest

In einer Meldung der Warnapp "Nina" von 16.17 Uhr heißt es: "Aufgrund von Starkregen kommt es in der Innenstadt von Soest zu einem extremen Hochwasser. Bitte vermeiden Sie Autofahrten! Achten Sie auf überflutete Straßen und Unterführungen! In wirklich dringenden Fällen nutzen Sie auch den Notruf der Polizei unter 110."

Die Lage am Vormittag

Der Schwerpunkt des Gewitters am Freitagvormittag über den Kreis Soest lag nach Aussage der Feuerwehr in Lippstadt und im Lippetal, wo es besonders stark regnete. 20 Einsätze registrierte die Kreisleitstelle, als die Unwetterfront zwischen 8.30 und 10.30 Uhr mit Blitz, Donner und teilweise Starkregen über den Kreis Soest hinwegfegte.

Die Lippetaler Feuerwehr pumpte nach heftigem Starkregen in Nordwald mehrere Keller leer. 

Die Feuerwehr musste voll gelaufene Keller und Garagen leer pumpen. Doch auch in Soest wurde die Feuerwehr zu einem Einsatz zum Kaufhaus Müller in der Innenstadt gerufen.  "Auf einem Parkdeck hatte sich Wasser gesammelt, weil ein Gulli verstopft war", berichtet Christoph Blume von der Freiwilligen Feuerwehr Soest. Über das Parkdeck hatte sich das Wasser durch eine Tür gedrückt und war ins Kaufhaus geflossen. 

Eine Gruppe des Innenstadtzuges war schnell vor Ort. "Wir haben den Gulli gezogen und gereinigt, danach war alles gut", so Christoph Blume. Zum Glück für das Kaufhaus sei nur eine geringe Menge Wasser eingedrungen, das die Mitarbeiter mit Aufnehmern zügig aufwischen konnten. 

In Lippetal wurde die Feuerwehr zu vier Einsätzen wegen Starkregens gerufen: In der Hauptstraße in Lippborg, im Löttenkamp in Hovestadt sowie in Nordwald waren nach heftigem Regenguss Keller voll Wasser gelaufen. "'Wir haben das Wasser zügig abgepumpt", berichtet Marc Schlunz, Pressesprecher der Feuerwehr Lippetal.  

"Die Unwetterfront ist weitergezogen, aber es ist weiterhin Vorsicht geboten, denn Gewitterzellen können sich bekanntlich aus dem Nichts bilden. Erfreulich ist, dass kein Mensch zu schaden gekommen ist", bilanziert Kreisbrandmeister Thomas Wieneke am Mittag.   

Die Kreisverwaltung macht erneut auf die Warn-APP NINA aufmerksam, die über bevorstehende Unwetterlagen informiert.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare