Walburger Unterführung: Bahn macht Soestern wenig Hoffnung auf Besserung

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Eng, düster, oft überlastet: Die Walburger Unterführung ist das Tor zum Norden.

Soest –  Wenn demnächst im Soester Norden zwischen Oestinghauser Straße und Weslarner Weg ein weiteres Baugebiet aufgemacht wird, rückt die schon heute überlastete und unansehnliche Walburger Unterführung einmal mehr in den Blick. Könnte die nicht entschärft, umgebaut oder zumindest teilweise „entdeckelt“ werden?

Die Bahn macht da gerade wenig Hoffnung. Wie sehr den Soestern im Norden, von denen die meisten täglich durch die Röhre müssen, das Thema unter den Nägeln brennt, hat die CDU jetzt auf einer Bürgerversammlung zum Neubauviertel zu hören bekommen. „Die Menschen empfinden diesen Abschnitt als beängstigend und fühlen sich bei der Nutzung unwohl“, berichtet Fraktionspressesprecherin Manuela Mewes. Ein paar Gleise oben wegzunehmen und so die Unterführung zumindest in Teilen zu entdeckeln, könnte Abhilfe schaffen und „die Situation erheblich verbessern“. 

Die CDU hat deshalb die Stadtverwaltung gebeten, mit der Bahn ins Gespräch zu kommen. Im Rathaus, so Sprecher Thorsten Bottin, muss sich Baurat Matthias Abel erst mal ins Aktenarchiv begeben. Das Thema ist wie die gesamte Unterführung uralt, ganze Vorgänger-Generationen haben sich schon damit befasst. Die Hoffnung: Nachdem vor 20 Jahren schon der große Güterbahnhof auf beiden Seiten der Walburger Unterführung überflüssig geworden und in Grün- und Gewerbeflächen umgewandelt worden ist, könnte jetzt womöglich auch das ein oder andere Gleis auf der Brücke abgewrackt werden. 

Mitnichten!, sagt die Bahn. „Alle fünf Gleise sind in Betrieb“, teilt ein Sprecher des Unternehmens auf Anzeiger-Anfrage mit. Zudem seien weitere Anlagenteile wie etwa betriebsnotwendige Kabel für die Signaltechnik und die Stromoberleitungen fest mit dem Bauwerk verknüpft. Und: „Gespräche mit der Stadt hat es zu dem Thema noch nicht gegeben.“ Die Stadt habe kein Interesse an dem Bauwerk bekundet. 

Ohnehin steht die Walburger Unterführung bei der Bahn gar nicht auf der Tagesordnung: „Ein Um- oder Neubau steht nicht an“, deshalb vermag man in der Zentrale in Essen auch die Kosten für Um- und Abrüstungen nicht zu beziffern.

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