Altbekanntes klingt erfrischend neu

+
Ingo Siara am Bass, Sebastian Kuhlmey am Schlagzeug und Helge Siara an der Gitarre haben offenbar Spaß an ihrer Musik.

Soest - Manchmal braucht man einen zweiten Versuch. Schon im letzten Jahr sollten die Jungs von „Aber echt!“ vor den Wake Woods im „Alten Schlachthof“ in Soest auftreten. Aber eine Krankheit machte den Lokalmatadoren damals einen Strich durch die Rechnung. Jetzt musste sich die Band gegen die Konkurrenz der Handball WM durchsetzen.

„Schön, dass Ihr zu unserem Sofakonzert gekommen seid“, begrüßt Schlagzeuger Holger Limbrock augenzwinkert die wenigen Fans an diesem Abend. Die Mitglieder der Band gehen bürgerlichen Berufen nach, lieferten aber zur Begeisterung der Fans einen professionellen Auftritt mit ihren melodischen Rockklängen ab. Ihre Songs mit deutschen Texten sind auf ihrer ersten CD zu finden. Die Zuschauer verabschiedeten „Aber echt!“ mit viel Applaus. Es war sicher nicht ihr letzter Auftritt im „ Schlachthof“, doch demnächst hoffentlich unter besseren Vorzeichen. 

Zu den Klängen von Perry Comos „Papa Loves Mama“ kamen die „Wake Woods“ auf die Bühne und starteten mit den krachenden Akkorden von „Sooner Or Later“ aus ihrem ersten Album „Get Outta My Way“. Musikalisch ist die Band ihrem Stil treu geblieben, obwohl es vergangenes Jahr einige Veränderungen gab. 

"Wake Woods" und Vorgruppe "aber echt" im Kulturhaus "Alter Schlachthof"

"Wake Woods" und Vorgruppe "aber echt" im Kulturhaus "Alter Schlachthof"
"Wake Woods" und Vorgruppe "aber echt" im Kulturhaus "Alter Schlachthof"
"Wake Woods" und Vorgruppe "aber echt" im Kulturhaus "Alter Schlachthof"
"Wake Woods" und Vorgruppe "aber echt" im Kulturhaus "Alter Schlachthof"
"Wake Woods" und Vorgruppe "aber echt" im Kulturhaus "Alter Schlachthof"

Nach acht Jahren gemeinsamer Zeit trennten sich Gitarrist Tobias Rachuj und Schlagzeuger Till Reuter von der Band. Am Schlagzeug hat jetzt Sebastian Kuhlmey als neuer Drummer Platz genommen. Die musikalischen Köpfe der Band aber bleiben die Brüder Ingo Siara (Gesang und Bass), Helge Siara (Gitarre und Gesang). 

Auch in kleiner Besetzung garantierzen sie ein wildes Rock-Feuerwerk mit Blues-, Indie- und Garage-Elementen. Sie haben den zweiten Platz beim „Deutschen Rockpreis“ ergattert, waren Support für Deep Purple und traten bei dem Konzert zum 40-jährigen Jubiläum des WDR Rockpalastes auf. Innerhalb von 18 Monaten waren die „Wake Woods“ schon zum dritten Mal in Soest.

 Sie spielten auf, wie alte Hasen, die über große Bühnenerfahrung verfügen. Auf dem Cover ihres zweiten Albums zerstören „The Wake Woods“ mit Axt, Hammer, Baseballschläger und Jagdgewehr ein Radio. Ein deutlicher Hinweis, dass der übliche Radio-Mainstream nicht ihr Ding ist. Ihre Musik erinnert an den „guten alten Rock der 60er- und 70er-Jahre“. Inspirieren lassen sie sich von Vorbildern wie The Who, den Stones oder den Beatles, als die Künstler noch nicht auf die Radiotauglichkeit ihrer Songs schielten. Aber auch unter den musikalischen Einflüssen der Moderne von Jet und The Vines entwickelte die Band ihren eigenen Stil. 

Ihre ausgesprochen druckvollen, kurzen, aggressiven Gitarrenriffs und der mächtige Beat gingen in die Beine. Alles klang irgendwie bekannt und doch auf eine besondere Art frisch und unbekümmert. Mit „Carolina“ und „Can You Feel It“ von ihrem ersten Album wurden die Fans in den kalten Winterabend geschickt. Für Heike aus Soest war das musikalische Fazit das Abends ganz klar: „Heute gab es richtig was auf die Ohren“.  Michael Joswig

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare