Stadt bestätigt Defizit

Wahrheit übers Klinikum Soest schockiert Beteiligte - So reagiert die Stadt

+
Das Krankenhaus muss aus eigener Kraft so viel erwirtschaften, dass es sich neue Pläne erlauben kann.

Mit einer Erklärung reagierte jetzt die Stadt auf einen Bericht über die wirtschaftliche Situation des Klinikums Stadt Soest.

Soest - In der Erklärung, in der auch Bezug genommen wird auf die Sitzung des Klinikum-Aufsichtsrates am Dienstagabend, werden wesentliche Aussagen des Artikels von Soester-Anzeiger.de bestätigt. Die jetzt ans Licht gekommene Wahrheit „habe alle Beteiligten schockiert“, heißt es.

Das betrifft auch das Restrukturierungsgutachten der Prüfungsgesellschaft KPMG, das seit Montagabend vorliegt. Darin wird, so heißt es jetzt auch in der Erklärung der Stadt, ein Sanierungsprogramm für die kommenden drei Jahre gefordert und in Grundzügen skizziert, mit einem Zuschussbedarf von 9 Millionen Euro in diesem Zeitraum.

Klinikum Soest: Finanzielle Lage schlecht

Details des Programms, das strukturelle Veränderungen vorsieht, um die Ertragskraft dauerhaft zu steigern, werden in der Erklärung der Stadt nicht genannt. Geschäftsführer Sven Freytag wird lediglich mit den Worten zitiert: „Um das Krankenhaus mit seinen Arbeitsplätzen in der Medizin und Pflege langfristig zu erhalten, muss es finanziell eine gewisse Unabhängigkeit vom Tropf der Stadt erlangen.

Gemeinsam müssen wir es schaffen, dass das Krankenhaus aus eigener Kraft so viel erwirtschaftet, dass es sich neue Pläne für die Zukunft erlauben kann“, heißt es. Als „nicht ausreichend“ bezeichnet Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer eine Forderung von SPD, SO-Partei und Grünen, die Klinikum-Gebäude auf die Zentrale Gebäude-Wirtschaft zu übertragen. Das biete, so der Bürgermeister, keine Lösung für das strukturelle Defizit des Klinikums.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare