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Bundestagswahl: Druck verzögert sich - Unterlagen kommen später

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Lara Büttner und Mauritz Hering haben bereits die ersten Soester Wähler in Empfang genommen.
Lara Büttner und Mauritz Hering haben bereits die ersten Soester Wähler in Empfang genommen. © Peter Dahm

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. In genau einem Monat können die Soester wieder zwei Kreuze setzen und so mitbestimmen, wen der acht Direktkandidaten sie für den Kreis nach Berlin schicken und welche Partei sie unterstützen wollen.

Soest – Die 65 Zentimeter langen Stimmzettel für die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag im Wahlkreis 146 liegen bei den Städten und Gemeinden im Kreis Soest vor. Die Briefwahlunterlagen können bereits im Rathaus beantragt werden – bevorzugt online unter www.soest.de, aber auch schriftlich mit dem Antrag auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung oder persönlich im Blauen Saal.

Wie das Wahlamt des Kreises jetzt mitteilte, gibt es Verzögerungen bei den Wahlbenachrichtigungen: Aufgrund von Problemen beim Druck sollen die Benachrichtigungen den Kommunen voraussichtlich erst in der kommenden Woche zugestellt werden und können erst dann an die Wahlberechtigten versandt werden.

So werden die wichtigen Unterlagen größtenteils also erst zum Ende der 34. oder zu Beginn der 35. Kalenderwoche bei den Wählern ankommen. Nichtsdestotrotz haben sie bereits jetzt die Möglichkeit, ihre Briefwahlunterlagen online zu beantragen. Wegen der Verzögerungen reduziert sich das Zeitfenster für die Briefwahl deutlich, sodass empfohlen wird, bereits jetzt diese Möglichkeit zu nutzen.

Bundestagswahl: Soester nehmen an Wahlstatistik teil

Für die Wahl am 26. September sind im hiesigen Wahlkreis in insgesamt 339 Stimmbezirken exakt 232 301 Menschen wahlberechtigt. Das sind etwa 40 Wähler weniger als bei der Bundestagswahl 2017. Etwa 13 000 Wahlberechtigte in ausgewählten Stimmbezirken in Ense, Möhnesee, Soest, Warstein und Wickede nehmen an der repräsentativen Wahlstatistik teil. Die Besonderheiten des Ablaufs in diesen ausgesuchten Stimmbezirken bestehen lediglich darin, dass Stimmzettel mit Unterscheidungsbezeichnungen ausgehändigt werden. Dafür werden die Stimmzettel oben links mit Sonderaufdrucken, zum Beispiel „A. männlich, geboren 1997 bis 2003“ oder „H. weiblich, geboren 1987 bis 1996“, versehen.

„Das Wahlgeheimnis bleibt in jedem Fall gewahrt“, versichert Kreiswahlleiterin Eva Irrgang. „Ein für die repräsentative Wahlstatistik ausgewählter Stimmbezirk muss mindestens 400 Wahlberechtigte umfassen. Darüber hinaus dürfen Wählerverzeichnisse und gekennzeichnete Stimmzettel nicht zusammengeführt werden und die Stimmauszählung im Wahllokal hat zunächst ohne statistische Auswertung zu erfolgen.“

Bundestagswahl: Einige Wahllokale verändert

Für einige Soester, die ihre Stimme noch traditionell im Wahllokal abgeben, ändert sich dessen Ort im Vergleich zur letzten Bundestagswahl. So stehen zum Beispiel die Urnen für den Wahlbezirk 010 dieses Jahr nicht mehr in der Patrokli-Grundschule, sondern in der Seniorenbegegnungsstätte Bergenthalpark – Grund sei die Barrierefreiheit, heißt es aus dem Rathaus.
Der Bezirk 030 wird auf die zwei Wahlbezirke 031 und 032 aufgeteilt. Das liege laut Stadt an der wachsenden Einwohnerzahl in diesem Bezirk. Hier bleibt jedoch die Petrischule für beide Bezirke das Lokal der Wahl.

Im Wahlbezirk 051 ergibt sich eine corona-bedingte Veränderung: Da es möglichst keine Wahllokale in Kitas geben soll, werden die Kreuze dieses Jahr in der Jacob-Grimm-Schule anstatt im Kindergarten Teinenkamp gemacht. Aus demselben Grund gibt es auch im Wahlbezirk 110 einen Wechsel – vom Kindergarten Mulllewapp in das Hanse-Hotel. Im Wahlbezirk 120 zieht das Wahllokal vom Kindergarten am Wiesengraben in das Siegmund-Schultze-Haus. Die Urnen aus dem Familienzentrum am Gotlandweg stehen diesmal in der Johannes-Grundschule (Wahlbezirk 141).

Bundestagswahl: Seniorenheime keine Wahllokale

Auch in Seniorenheimen soll nicht gewählt werden. Dementsprechend wechselt das Lokal für den Wahlbezirk 062 aus dem Pertheszentrum in die Wiese-Grundschule.

Im Hotel Gellermann wird im September auch nicht mehr gewählt, weil es nicht mehr in Betrieb ist. Das Wahllokal zieht damit für den 160. Bezirk in das ehemalige Verwaltungsgebäude von Coca-Cola, in dem jetzt der Bauverein sitzt. Insgesamt gibt es im Soester Stadtgebiet 39 Standorte, an denen die Kreuze gesetzt werden können – eins mehr als zuletzt.

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