"Eher jüngere Menschen" werden in Gruppen angetroffen

Verstöße gegen Corona-Regeln: So viele Verfahren wurden in Soest bislang eingeleitet

Coronavirus-Regel-Verstöße in Soest
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Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren, ob sich die Soester an die geltenden Regeln halten. (Archivfoto)

Rund 80 Verfahren wurden in Soest bislang wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung eingeleitet. Grundsätzlich haben die Mitarbeiter des Soester Ordnungsamtes positive Erfahrungen bei ihren Corona-Kontrollen im Stadtgebiet gemacht.

Soest – „Sehr weitgehend“ würden sich die Menschen in Soest an die geltenden Einschränkungen halten, erklärt Stadtsprecher Thorsten Bottin. „Das ist sehr lobenswert und hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass die Verbreitung des Virus’ im Stadtgebiet bislang so glimpflich verlaufen konnte“, betont Bottin. 

Am 23. März trat das Kontaktverbot in NRW in Kraft – in der Öffentlichkeit waren fortan lediglich Zusammenkünfte von maximal zwei Personen erlaubt, seit dem 11. Mai war es zudem möglich, dass sich die Angehörigen zweier Haushalte im öffentlichen Raum treffen.

Corona-Kontrollen in Soest: Ordnungsamt täglich unterwegs

Die Einhaltung dieser Regeln kontrolliert neben der Polizei auch das Ordnungsamt. „Die Außendienstmitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich im Stadtgebiet für Kontrollen unterwegs – auch am Wochenende und an den Feiertagen“, so Bottin. „In der Regel“ seien die Reaktionen auf etwaige Ansprachen verständnisvoll, berichtet er. 

Die Menschen „kommen den Aufforderungen nach, sich an die Schutzregeln zu halten.“ Härtefälle, in denen die Situation zu eskalieren drohte, seien der Stadt Soest nicht bekannt. Von den Ansprachen seien bislang „alle Altersgruppen“ betroffen gewesen. Aber: „Sofern mehrere Personen verbotswidrig als Gruppen zusammenstehen, handelt es sich eher um jüngere Menschen.“

Corona-Kontrollen in Soest: 80 Verfahren eingeleitet

Rund 80 Ordnungswidrigkeitsverfahren wurden bislang eingeleitet. Zwei Verfahren entstanden auf Initiative des Ordnungsamtes, der Rest wurde von der Polizei an die Stadt weitergeleitet. Gewerbetreibende hätten laut Erkenntnissen der Stadt Soest bislang nicht gegen die Regeln verstoßen. „In den meisten Fällen“ würden die Strafen von den Betroffenen akzeptiert. 

In den übrigen Fällen werde von den Beschuldigten Einspruch eingelegt. „Dieser Einspruch muss begründet werden, dann wird noch einmal geprüft“, erklärt Thorsten Bottin. In letzter Instanz kann der Vorgang als Bußgeldverfahren vor Gericht landen. Die Höhe der Strafe orientiert sich am Bußgeldkatalog des Landes Nordrhein-Westfalen und beginnt bei einer Geldstrafe von 200 Euro. 

Verkehrskontrollen, ob sich beispielsweise nicht zu viele Personen in einem Fahrzeug aufhalten, zählen übrigens nicht zum Aufgabenfeld des Ordnungsamtes: „Solche Fahrzeugkontrollen werden durch die Polizei durchgeführt“, erklärt Thorsten Bottin.

Verfahren wegen Corona-Verstößen: Das bedeuten die Zahlen

Die Stadt Soest betont, dass es sich bei den eingeleiteten Verfahren nicht um einzelne Fälle handelt. Ein einfaches Beispiel macht die Zahlen transparent: Wenn eine Gruppe von fünf Personen gegen die Corona-Schutzverordnung verstößt, ist das ein Fall bei dem jedoch fünf einzelne Verfahren gegen die jeweils Beschuldigten eingeleitet wird. 

„Grundsätzlich sind unsere Mitarbeiter bürgerorientiert unterwegs, suchen das aufklärende, appellierende Gespräch“, betont Stadtsprecher Thorsten Bottin.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Kreis Soest finden Sie in unserem News-Ticker.

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