Mobiler Tanzboden liegt unterm Dach

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Unscheinbare Bretter, aber als Tanzboden können sie für viel Spaß sorgen. Zufällig wurde dieser mobile Tanzboden, der als verschollen galt,  unter einem Schuppendach wiederentdeckt. 

Soest - Jetzt darf wieder geschwoft werden. Am Bördetag bittet der Ski-Klub Soest (SKS) zum Tanz – und zwar nicht „op de Deel“, sondern auf den Wasserspielen. Auf der neuen Attraktion im Theodor-Heuss-Park wird der mobile Tanzboden der Stadt Soest aufgebaut, der lange als verschollen galt. 

Nach mehreren Jahren ist er wieder aufgetaucht. Die 4,20 Meter langen und je 60 Zentimeter breiten Bretter zum Zusammenstecken lagern auf dem Dachboden eines Schuppens vom Bauhof. „Bis Anfang der 90er-Jahre haben wir den mobilen Tanzboden immer zum Bördetag vor der Bühne aufgebaut, damit Laienakteure näher beim Publikum sein konnten“, berichtet Dirk Bröcking vom Stadtmarketing. 

Der Boden war auch gelegentlich verliehen worden. Irgendwann war er weg. „Es ging die Rede davon, der Boden sei so marode gewesen, dass er entsorgt werden musste“, sagt Bröcking. Niemand fragte mehr nach dem guten Stück – bis zu diesem Jahr.

Jetzt will die SKS-Tanzabteilung ihr Jubiläum auf besondere Weise feiern. Ein Mitarbeiter der Stadt stöberte den Tanzboden unter dem Dach eines Bauhof-Schuppens auf. Er war doch nicht vernichtet worden. Die Tanzabteilung des Ski-Klubs will die Bretter am Freitag in den Theodor-Heuss-Park schaffen und den Tanzboden über den Wasserspielen aufstellen. Dafür werden diese natürlich abgestellt. „Wir wissen noch nicht genau, wie wir die Bretter ineinander stecken, um eine möglichst große Fläche zu bekommen“, sagt SKS-Sprecher Thomas Behrning. 1,40 Meter Länge reicht gerade mal für einen Cha-Cha. Aber es soll auch Wiener Walzer möglich sein. Die Aktiven der Abteilung haben also noch einiges an Arbeit vor sich, bis es am Samstag ab 11 Uhr heißen kann: „Darf ich bitten?"

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