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Verkehrswende: Stadt Soest baut jetzt mehr Parkplätze für Fahrräder

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Von: Daniel Schröder

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Im Grandweg wurde auf einem Parkplatz für Autos ein Fahrradständer gebaut.
Im Grandweg wurde auf einem Parkplatz für Autos ein Fahrradständer gebaut. © Peter Dahm

Am Grandweg trauten einige Soester in den vergangenen Tagen wohl ihren Augen nicht, andere freuten sich eher, dass es endlich soweit ist: Einer der in der Altstadt sowieso schon rar gesäten Parkplätze wurde umfunktioniert – zum Fahrradstellplatz.

Soest – Die Maßnahme ist ein kleiner Baustein, den die Stadt Soest für ihr ambitioniertes Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein, setzte. Stadtsprecherin Brigitte Sliwa erklärte: „Die Umbaumaßnahme am Grandweg resultiert aus dem Programm ,100 Fahrradbügel für Soest’. Dazu erfolgte eine Bürgerbeteiligung über unsere Beteiligungsplattform mitdenken-soest.de, um die Standortwünsche der Bürger abzufragen. Standortwünsche betrafen vor allem Spielplätze, den Marktplatz und weitere Standorte in der Altstadt. Die Ergebnisse setzen wir jetzt nach und nach um.“

Ein Pkw-Stellplatz wird am Grandweg „umgewandelt“, so Sliwa. „Dies ist neben dem Fahrradbügelprogramm gleichzeitig auch eine Maßnahme aus dem Masterplan Klimapakt und dem Verkehrsentwicklungsplan (VEP)“, so die Stadtsprecherin. In den „Maßnahmen Mobilität“ des „Masterplans Klimapakt Soest“ heißt es unter anderem, dass ein Parkraumkonzept für die Altstadt und gegebenenfalls für die Wallstraße erarbeitet werden solle. Ebenso sollten Kfz-Stellplätze „zugunsten anderer Nutzungen“ wie beispielsweise „Spiel- und Sitzmöglichkeiten“ oder Fahrradstellplätze „umgewidmet“ werden.

Mehr Fahrradständer in Soest: Bislang keine Beschwerden

Beschwerden über die Umwandlung des Stellplatzes am Grandweg mit Blick auf die Parkplatz-Knappheit seien der Stadt Soest zum gegenwärtigen Zeitpunkt „nicht bekannt“.

Aktuell befinde man sich in der „ersten Phase“. In dieser werden die in der Bürgerbeteiligung genannten Wünsche für Fahrradbügel an Spielplätzen umgesetzt. „Das betrifft die Spielplätze Märkische Straße, Wiesengrund, Stadtpark, Schwedenweg, Briloner Straße, Hüstener Weg und Schüngelgasse“, erklärte Brigitte Sliwa.

Mehr Fahrradständer in Soest: Nähe zum Ziel

Im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Soest wird betont, wie wichtig „qualitativ hochwertige und in der Anzahl ausreichende Stellplätze am Start- und Zielort für eine Steigerung der Fahrradnutzung“ seien. „Die Nähe der Fahrradstellplätze zum jeweiligen Start- beziehungsweise Zielpunkt bestimmt hierbei entscheidend die Nutzungsintensität der Stellplätze.“

Die Stadt betont, „dass Fahrradstellplätze deutlich weniger Fläche als Pkw-Stellplätze benötigen und zudem wesentlich kostengünstiger herzustellen“ seien. So sollen die bereits bestehenden Fahrradstellplätze in der Altstadt laut Verkehrsentwicklungplan „punktuell“ ergänzt werden.

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