Verkehrsprobleme bei neuem Modehaus ungelöst

So soll das Modehaus auf dem Gelände des alten Finanzamtes aussehen.

SOEST ▪ Die große Mehrheit im Stadtrat will das neue Modehaus auf dem alten Finanzamts-Gelände in der Waisenhausstraße. Doch eine Lösung für die Verkehrsprobleme in der Walburgerstraße hat sie nicht, wie jetzt die Debatte im Bauausschuss deutlich machte.

Architekt Gerd Hohmann ist es durch eine Vielzahl von Nachbesserungen gelungen, den großen Laden-Komplex mit seinen stattlichen 6 000 Quadratmetern Verkaufsfläche an den Rändern so zu formen und „abzumildern“, dass bei den unmittelbaren Nachbarn nicht schon morgens die Sonne untergeht.

Doch völlig ungelöst ist die Verkehrsfrage. Wie soll sich der zusätzliche Verkehr hin zu den 130 Plätzen in der Tiefgarage unter dem Modehaus halbwegs verträglich durch die viel zu enge Walburgerstraße quälen?

Wie kein Zweiter im Ausschuss hatte sich FDP-Fraktionschef Bernd Milke die Mühe gemacht und das vom Investor bezahlte Verkehrsgutachten (Fazit: Irgendwie ist alles machbar) zerpflückt. So hatte sich Gutachter Harald Blanke in seiner „Expertise“ auf die „Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen RASt 06“ bezogen und gefolgert: Die Walburgerstraße könne im Zweifel stündlich bis zu 800 Kraftfahrzeuge vertragen. Heute seien es über 300, mit dem neuen Modehaus höchstens 453.

Doch Milke recherchierte und fand heraus: Die Richtlinie bezieht sich „nur“ auf den baulichen Zustand der Straße. Die 800 Autos seien für den Asphalt und den Unterbau „verkraftbar“, über die Umweltverträglichkeit und über die Belastungen der Anlieger sage die Richtlinie nichts.

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