Soester Chronik mit Geld vom Möhnesee restauriert

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Dr. Ursula Becker erhielt von der Stiftung Stadtgedächtnis ein Dossier und Fotos zur Restaurierung. Die Geschenke waren das Dankeschön dafür, dass sich die Inhaberin der Klinik Möhnesee an der Instandsetzung der Chronik „Soester Fehde“ finanziell beteiligt hatte. 

Soest /Köln - Mitte des 15. Jahrhunderts war Soest heftig umkämpft. Damit die Erinnerung an diese „Soester Fehde“ nicht verloren geht, hat Dr. Ursula Becker, Inhaberin der Dr. Becker Klinik Möhnesee, jetzt eine Chronik restaurieren lassen. Diese war beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs beschädigt worden

Söldner verfeinern ihre Waffenkünste, Schmiede spitzen vor ihren Zelten Pfeile an, und Ritter füttern ihre Pferde in der Nähe der Wallmauer – im Jahre 1447 bereiten sich Erzbischof Dietrich von Köln und seine Truppen auf den Sturm der Stadt Soest vor. Insgesamt fünf Jahre dauert die Fehde, bei der sich Soest gegen eine Machtübernahme wehrte.

Heute wissen Historiker aus überlieferten Schriften, dass die Stadt ihre alten Rechte behalten konnte, indem sie sich einem neuen Landesherrn anschloss.

t „Jetzt im Juli wird die Fehde bei einem Mittelalterfest in Soest nachgespielt. Das zeigt einmal mehr, wie präsent das Ereignis auch heute noch ist und dass historische Überlieferungen identitätsstiftend wirken“, erklärt Dr. Ursula Becker, Inhaberin der Dr. Becker Klinik Möhnesee und geschäftsführende Gesellschafterin der Dr. Becker Klinikgruppe.

Um dieses kulturelle Erbe zu bewahren, hat sie 1 200 Euro in die Restauration der „Chronik zur Soester Fehde“ aus dem 17. Jahrhundert investiert. Dies war notwendig, nachdem am 3. März 2009 das Kölner Stadtarchiv – seit 800 Jahren fester Bestandteil des Stadtbildes – nach missglückten Bauarbeiten an der neuen unterirdischen Stadtbahn eingestürzt war. Zwei Menschen starben und 30 Kilometer Archivgut – darunter auch die „Chronik zur Soester Fehde“ – mussten geborgen werden. 

Mit dem Spendengeld konnte eine Restauratorin nun die Brüche und Risse im Papier schließen, den Mauerputz vom Einband entfernen und die Ränder reinigen – jetzt ist das Buch wieder nutzbar. 

Der Grund, warum sich Dr. Ursula Becker genau für diese Archivalie entschieden hat, ist auch ein persönlicher: „Meine Familie stammt aus der benachbarten Region Arnsberg und unsere Dr. Becker Klinik Möhnesee liegt nur rund zehn Kilometer von Soest entfernt. Dadurch fühle ich mich der regionalen Geschichte besonders verbunden.“ Zudem liege es in der Verantwortung der Bürger, das Wissen – auch für kommende Generationen – zu erhalten. 

Die Stiftung Stadtgedächtnis, auf deren Aufruf zur finanziellen Beteiligung Dr. Becker reagiert hatte, dankte es ihr mit einem Dossier und Fotos zur Restaurierung des historischen Dokuments.

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