An der Stadthalle darf nach der Corona-Zwangspause wieder getrödelt werden

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Kleiner als sonst, aber gefragt: Der Trödelmarkt an der Stadthalle lockte das PUblikum. 

Soest – „Einer nach dem anderen! Es ist Platz für alle da“, ruft Michael Horn vom Stadthallen-Team – und dann geht’s los. Die Absperrung öffnet sich, und das teils lange Warten hat um Punkt 11 Uhr ein Ende: Es darf wieder getrödelt werden, das erste Mal seit der Zwangspause durch Corona.

500 Besucher gleichzeitig durften sich  zwischen den gut 160 Ständen aufhalten, die drinnen und draußen zum Kungeln und Kramen einluden. Alle mussten Masken tragen und waren aufgefordert, Abstand zu halten. Frühaufsteher trafen bereits um kurz nach sechs Uhr am Rande des Geländes am Dasselwall ein, berichten sowohl Michael Horn als auch Wolfgang Glaremin von der Veranstaltungsleitung

. Ab 4.29 Uhr seien nach und nach die Aussteller vorgefahren, um ihre Tische aufzubauen.

 Unter freiem Himmel nach Schnäppchen und Schätzchen Ausschau zu halten, erfreut sich großer Beliebtheit. Und offenbar hat das Publikum sehnsüchtig drauf gewartet, endlich wieder starten zu können. Das zeigten die Schlangen, die sich zu beiden Seiten des Einlasses bildeten.

 Einige drängten und wollten schneller rein, doch der Sicherheitsdienst wies sie zurück. Mancher moserte, weil er lange stehen musste, andere hielten nach Schlupflöchern Ausschaus, weil sie versuchen wollten, sich durch die Büsche zu schlagen. Die meisten kamen jedoch nicht weit, weil die Ordner aufpassten. 

„Es ist ein Kraftakt“, betont Michael Horn. Er sagt aber auch, „das ist unser Job. Wir wollen jetzt wieder soviel wie möglich stattfinden lassen.“ Allerdings unter erschwerten Voraussetzungen durch strenge Hygiene-Standards. „Wir wollen kein Wischi-Waschi-Konzept“, stellt der Technische Leiter klar. 

Drei Wochen intensiver Vorbereitung gingen dem Markt mit dem separaten Imbiss-Ecke voraus – dazu gehörte es reichlich Desinfektionsmittel zu besorgen und grüne Chips zu horten: Jeder, der schauen und kaufen wollte, bekam einen der Kunststoff-Taler um somit den Überblick über die Anzahl der Besucher zu behalten.

 Eckhard und Monika Schmitz sowie Elisabeth Knappstein freuten sich, viele gute, alte Bekannte wiederzusehen. Seit vielen Jahren bieten sie ihr buntes Allerlei an der Stadthalle an. Doch jetzt ist Schluss. „Wir hören aus Altersgründen auf“, erzählt Monika Schmitz. Der Abschied fällt dem Trio schwer. Doch künftig bleibt der Wecker stumm, und die drei können ausschlafen. 

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