Tierquäler schießt auf Kater im Soester Westen

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Nach Operation wieder fit: Kater Henry

Soest – Sir Henry hat überlebt und ist mittlerweile wieder putzmunter. Doch es hätte auch ganz anders ausgehen. Auf den jungen Kater aus der Nibelungen-Siedlung im Soester Westen ist in der vergangenen Woche geschossen worden; das Projektil traf zum Glück nicht das Herz, sondern „nur“ das Ellbogengelenk.

Halterin Sabine Lehnert will nicht spekulieren, wer auf Henry gefeuert hat, ob es ein zorniger Katzen-Hasser war oder Jungspunde mit Flausen im Kopf und Langeweile am Nachmittag. Aber zur Rechenschaft gezogen werden sollte der Betreffende schon, schließlich steht eine solche Tierquälerei unter Strafe, vom Kummer und Leid der Familie mal ganz abgesehen.

Die Soester Polizei hat eine Anzeige geschrieben, zudem hängen in der Wohnsiedlung zwischen Kaufland und Klinikum Flugblätter am Straßenrand, auf denen um Hinweise gebeten wird.

Mittwoch vergangener Woche hat sich die Attacke zugetragen. Henry, der reinrassige, britische Kurzhaar-Kater, kam abends blutend und humpelnd nach Hause. Sabine Lehnert hat sich zunächst nichts Böses dabei gedacht: „Da wird sich Henry wohl wieder mit einer anderen Katze aus der Nachbarschaft ordentlich geprügelt haben.“ Kein Problem: Katzen haben ja bekanntlich neun Leben.

Doch am Tag drauf war Henry noch immer nicht wieder obenauf. Eine Tierärztin untersuchte den Vierbeiner und tastete schließlich das Projektil unter der Haut. Die Medizinerin entfernte noch am selben Tag das Geschoss: Eine etwa einen halben Zentimeter große Diabolo-Kugel, wie sie mit Luftpistolen oder -gewehren verschossen wird. Seither – wie gesagt – geht es dem Kater wieder besser.

Sabine Lehnert hat selber schon einmal zehn Jahre lang einen anderen Kater besessen. „Nie ist etwas Vergleichbares passiert.“ Und auch andere Tierfreunde aus der Nachbarschaft berichten, dass ihren Katzen und Hunden bislang niemand ein Haar gekrümmt habe. Gleich im Haus gegenüber leben fünf Katzen, auch ihnen sei bislang nie etwas Übles zugefügt worden. Womöglich also doch ein Einzelfall?

Sabine Lehnert jedenfalls wäre froh und für die Ermittlung des Täters dankbar, damit es denn beim Einzelfall bleibt.

hs

Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann, wendet sich am besten direkt an die Polizei: Telefon 02921 / 91000

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