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Innenstadtquartier: Bewegung an der „Thomähofe“

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Von: Kathrin Bastert

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Visualisierung „Thomähofe“
Innenstadtnahes Wohnen mit Charakter: Blick in den Innenhof der „Thomähofe“. Fünf Gebäude wird das Quartier umfassen. © Haverland Immobilien

Von dem Beginn „echter“ Bautätigkeit zeugt der Bagger noch nicht; er ist aber ein Zeichen dafür, dass sich tatsächlich etwas bewegt auf dem Gelände des zukünftigen „Innenstadtquartiers Thomähofe“.

Soest – Gegenüber der ehemaligen Thomä-Schule soll ein kleines, feines Wohnviertel entstehen. Geplant ist das schon länger, Bauherr Joachim Jatzkowski war 2018 noch von einer Fertigstellung des ersten Bauabschnittes 2020 ausgegangen. Jetzt rechnet er damit, im April die beiden letzten noch stehenden Gebäudeteile abreißen und zeitgleich im hinteren Bereich des Grundstücks mit Tiefbauarbeiten beginnen zu können. „Die Verträge sind alle raus.“ Gebaut wird nun nicht mehr in wie ursprünglich geplant zwei, sondern in einem Bauabschnitt.

In den nächsten Tagen schon wird der Bagger das Unkraut wegreißen. Die Brachfläche, die hier nach dem nun vier Jahre zurückliegenden Abriss der ehemaligen „Taverne“ und eines weiteren, eher unansehnlichen 60er-Jahre-Baus entstanden ist, ist dann bereit für notwendige Sondierungen des Kampfmittelbeseitungsdienstes. Das wird auch dort noch notwendig werden, wo zurzeit noch Häuser stehen, allerdings erst, nachdem die Archäologie dort ihre Untersuchungen unternommen haben wird.

Gelände an der Thomästraße in Soest
Auf dem Gelände an der Thomästraße entstehen rund 35 Wohneinheiten. © Peter Dahm

Thomähofe in Soest: Baukostenexplosion ist „Wahnsinn“

Den Abriss der letzten Gebäude habe der Auszug der verbliebenen Mieter verzögert, berichtet Jatzkowski, ursprünglich hätte der bis zum Jahresende erfolgt sein sollen, man habe um Verlängerung bis Ende März gebeten. Weiter geht der Bauherr bei der Frage nach Gründen für die Verzögerung nicht ins Detail. Nur so viel gibt er noch zu bedenken: Die Baukostenexplosion sei „Wahnsinn“, und die Organisation einer engen Innenstadtbaustelle wie der an der Thomästraße sei sehr kompliziert. „Wir haben das gut vorbereitet. Sie müssen aber bedenken: Die Baukosten steigen weiter, es ist nicht davon auszugehen, dass sie sich in diesem Jahr noch stabilisieren.“ Irgendwann musste die Entscheidung fallen, das Projekt nun anzugehen oder es noch auf Jahre zu verschieben.

Das Interesse an den Wohnungen, die hier entstehen sollen, ist schon groß, seit die Pläne öffentlich wurden. Etwa die Hälfte der gut 35 Einheiten ist schon reserviert. „Das ist innerstädtisches Wohnen, wie es das künftig kaum noch geben wird“, weiß Joachim Jatzkowski um die Attraktivität des Projektes. Die Gestaltung der „Thomähofe“ war von Bürgern und Politik sehr intensiv diskutiert und immer wieder angepasst worden. Fünf Gebäude werden entstehen, darin Wohnungen mit 40 bis zu 160 Quadratmetern. Geparkt wird ausschließlich in einer großen Tiefgarage, „alle Nutzer kommen nach unten.“ Entstehen werde auch eine „schöne Innenhofsituation“, sagt Jatzkowski, „die große, alte Rotbuche wird integriert.“ Und auch energetisch setze das Quartier Maßstäbe: Die Gebäude werden über eine Erdwärmepumpe geheizt, die mit Vereisung arbeitet, „das ist sehr modern.“

Innenstadtquartier Thomähofe: „deutliche Aufwertung“

Stadtbaurat Matthias Abel begrüßt den baldigen Baustart: „Wir freuen uns darüber, dass das Bauvorhaben an dieser prominenten Stelle in der Altstadt jetzt weitergeht. Die früheren Gebäude an diesem Standort waren alles andere als ansehnlich. Die Wohnhäuser, die dort jetzt entstehen, werten diesen Bereich der Thomästraße deutlich auf und werden zusätzliche attraktive Wohnungen in der Altstadt bieten.“ Die Beratung des Vorhabens im Gestaltungsbeirat habe sich rückblickend gelohnt.

Die Vermarktung des Innenstadtquartiers übernimmt Haverland-Immobilien, Telefon 0 29 21/ 339 40 2, kontakt@haverland-immobilien.de.

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