Schlachthof-Programm „grenzt an ein Wunder“

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Ein großer Erfolg, dass sie nach Soest kommt: Die Band „Dota“ um die Berlinerin Dorothea Kehr.

Soest - Alte Bekannte, neue Gesichter und Überraschungen füllen das Programm des Kulturhauses „Alter Schlachthof“ im zweiten Halbjahr. 

Dr. Thomas Wachtendorf, Florian Hanrath und ihre neue Auszubildende Dana Müntefering stellten jetzt die Höhepunkte vor.

Da sind zum Beispiel jene Acts, bei denen es für Wachtendorf „an ein Wunder grenzt“, dass er sie überhaupt nach Soest hat locken können. „Dota“, zum Beispiel, eine Band um die Berlinerin Dorothea Kehr, „eine frühere Straßenmusikerin, die sich nach meiner Ansicht und auch laut Fachpresse zur besten Liedermacherin Deutschlands entwickelt hat“, schwärmt Wachtendorf. „Normalerweise tritt sie nicht mehr vor einem Publikum unter 2 000 Leuten auf. Sie kommt immer nur dann an Orte wie diese, wenn ihre Tour es erlaubt.“

„Ich hab mir mal richtig was gegönnt“, bezieht Wachtendorf darauf, dass einige seiner Helden an einem Abend auftreten: Die Singer-Songwriterin Maike Rosa Vogel als Opener für Kai und Funky von „Ton Steine Scherben“, Dauergäste im „Schlachthof“. Besonders freut sich Wachtendorf auf ein Wiedersehen mit Liedermacher Bernd Begemann. Das Tango-Paar Nicole Nau und Luis Pereya kommt gleich zweimal im Abstand eines Monats, zum Anfang und zum Ende der Deutschland-Tour. Für den „Schlachthof“ schreiben sie ihre großen Shows stets um. Ein buchstäblich „alter Bekannter“ im Bereich Kabarett und Comedy ist Gerd Dudenhöffer: Wenn er im Dezember nach Soest kommt, ist er gerade 70 geworden. Sein neues Programm um seine Kunstfigur Heinz Becker kommt diesmal düster daher: Becker kommt von der Beerdigung seiner Frau Hilde. Nur zwei Jahre jünger ist der Berliner Liedermacher Klaus Hoffmann, und zwei Monate vor seinem 62. Geburtstag wird Piet Klocke wieder keinen einzigen Satz zu Ende bringen. Auf 63 Lenze kommt Komiker Don Clarke. Der Exil-Brite hat sich bei der ersten komischen Nacht eine solche Fangemeinde erspielt, dass der Vorverkauf gut läuft. „Unlustig“ zeigt Herbert Knebels Gitarrist Georg Göbel-Jakobi ein zweites Mal rein musikalisch und ohne Maske, dafür diesmal im Trio, unter anderem mit Knebels Schlagzeuger Detlef Hinze alias „der Trainer“. Zum wiederholten Mal kommen drei der neuen Comedy-Talente: Özcan Cosar, Lisa Feller und Maxi Gstettenbauer. Markus Barth (nicht zu verwechseln mit Mario) gibt sein Soest-Debüt ebenso Maria Vollmer, die vor allem ein weibliches Publikum mittleren Alters anspricht. Guido Fischer, unlängst in Duo-Programm „Innen zwanzig, außen ranzig“ zu sehen, gibt im Oktober den „Caveman“. In der Sparte der Tribute-Bands gibt es Verbeugungen vor den Foo Fighters, Simon and Garfunkel, Queen, Gary Moore und den Kehraus zum Jahresende mit der Toten-Hosen-Coverband „5 kleine Jägermeister“. Eine feste Größe im „Schlachthof“ sind die Blues-Konzerte mit Jessy Martens, dazu das Blues Festival mit Meea Cryle und Ulrich ellison, zudem Aysley Lister, beides im Oktober. Bleibt noch die Kategorie der Lesungen: Max Goldt war schon etliche Male in Soest. Ronald Jankowsky, Darsteller des Kommissars aus den „Wilsberg“-Filmen, liest wieder eine eigene Auswahl von Krimis.

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