Taxi-Überfälle vor Gericht

Symbolbild: dpa

Soest -  Die Beute war vergleichsweise gering, der Schrecken, den ein 28-Jähriger unter den Soester Taxifahrern verbreitet haben soll, umso größer. Wie hoch jetzt die Strafe wird, die den mutmaßlichen Räuber erwartet, darüber entscheidet am Dienstag, 4. Juli, das Landgericht in Arnsberg.

Immer nachts hatte der Täter zugeschlagen, das erste Mal am 18. Dezember vergangenen Jahres. Mit einem 30 Zentimeter langen Messer soll er bei dieser ersten Tat den Taxifahrer bedroht und Geld und ein Handy erbeutet haben.

Am 22. Januar die nächste Tat. Diesmal war eine 54-jährige Taxifahrerin das Opfer. Auch sie wurde mit einem Messer bedroht und sogar verletzt. Eine Schnittwunde am Unterarm musste ärztlich versorgt werden. 200 Euro waren hier die Beute. Zudem war die Frau beim Handgemenge mit dem Räuber mit dem Fuß von der Bremse gerutscht, das Taxi rollte gegen eine Mauer.

Ein dritter Überfall ereignete sich am 6. Februar. Um 2.10 Uhr hatte das Taxi mitsamt „Fahrgast“ das Ziel erreicht. Der Täter zückte einen 10-Euro-Schein zum Bezahlen. Als der Taxifahrer sein Portemonnaie hervorholte, entriss es ihm der Täter sofort und flüchtete zu Fuß mit 150 Euro.

Die Aussagen der überfallenen Taxifahrer ließen damals schnell den Schluss zu, dass es sich bei allen Taten um den gleichen Täter gehandelt haben muss. Bereits vor der dritten Tat hatte die Polizei mit einem Phantombild nach dem Täter gesucht. Gleich mehrere Hinweise hatten die Polizei danach auf die Fährte des Verdächtigen gebracht.

Nur wenige Tage nach dem dritten Überfall wurde der jetzt Angeklagte Mann aus Ghana am 9. Februar festgenommen und wegen des dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft direkt geschickt.

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