Der Tatverdächtige war Partygast wie alle anderen

SOEST ▪ Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft in Arnsberg, die in dem Tötungsdelikt während der Alde-Vorabifete ermittelt, war der tatverdächtige 17-Jährige ein Gast während der Feier. Er sei wie die anderen auch durch den Eingang in das Lokal gekommen und habe es nach der Tat auch durch den Eingang wieder verlassen.

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Es gebe keine Erkenntnisse, dass der mutmaßliche Täter das Lokal durch ein Fenster betreten und wieder verlassen habe. Staatsanwältin Dr. Sandra Müller-Steinhauer geht nach wie vor davon aus, dass es zwischen dem Täter und dem Opfer vorher keinerlei Verbindungen gegeben hat. Sie konnte bisher auch keine so genannten niederen Beweggründe feststellen für die Tat wie Habgier, Heimtücke oder den Versuch, mit der Tötung andere Straftaten zu verdecken. Das sind Merkmale für einen Mordvorwurf. So beantragte sie einen Haftbefehl wegen Totschlags. Bei diesem Tatvorwurf gehe es auch um eine vorsätzliche Tötung. Damit sei aber noch keinerlei Aussage gemacht worden über eine spätere Anklage. Denn es ständen noch umfangreiche Ermittlungen aus.

Der Tatverdächtige ist ein Deutscher türkischer Abstammung, bestätigte die Staatsanwältin weiterhin. Diese Information war bislang von der Polizei und der Staatsanwaltschaft nicht gegeben worden. Der Verdächtige habe zwar bereits eine Verurteilung auf seinem Konto, aber wegen Beleidigung. Wegen irgendwelcher bei der Polizei aktenkundigen Körperverletzungs- und Bedrohungsdelikte sei der 17-Jährige bisher weder angeklagt noch verurteilt worden. Als Heranwachsender falle er außerdem unter das Jugendstrafrecht.

Die Tatwaffe konnte immer noch nicht gefunden werden, obwohl am Wochenende die Polizei intensiv danach gesucht habe. Wenn es neue Hinweise durch Zeugen gebe, werde aber die Suche nach der Tatwaffe sofort wieder aufgenommen.

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