Die tägliche Busfahrt für einen Euro: Stadt bietet Monatsticket für 30 Euro an

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Großen Andrang auf die Busse erhoffen sich die Initiatoren des SoestTickets für 30 Euro

Soest – Die tägliche Busfahrt für einen Euro: Ab dem 1. September ist das innerhalb des Soester Stadtgebiets möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Fahrgästedas „SoestTicket“ als Monatsabo für 30 Euro gesichert haben, beim Busfahrer gibt es weiterhin die Tickets nach der üblichen Tarifstruktur.

Gleichwohl hoffen die Initiatoren der Stadt und der Verkehrsgesellschaft Ruhr-Lippe (RLG), dass das Busfahren für einen Euro pro Tag viele neue Fahrgäste in die Busse lockt. 

Zusammen mit der Ausweitung der Stadtbuslinien und der Fahrten per Anrufsammeltaxi werde mit dem SoestTicket für 30 Euro je Monat die erste Stufe gezündet, um den öffentlichen Nahverkehr weiter zu stärken und den Klimaschutz voranzubringen, erklärte Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer bei der Vorstellung des neuen Angebots auf dem Hansaplatz. 

Mit Blick auf diesen zentralen Treffpunkt im System der Buslinien erinnerte Ruthemeyer zudem daran, dass hier vor 20 Jahren noch Autos parkten. Seither laufe bereits der Ausbau des Stadtbussystems. 

Das SoestTicket, in das die Stadt 200 000 Euro investiert, gilt auf allen Linien innerhalb des Stadtgebietes, also zum Beispiel auch auf Fahrzeugen von „Westfalenbus“. Wer zum Beispiel von Hattrop aus Richtung Welver-Schwefe weiterfährt, muss für den Bereich ab der Stadtgrenze ein Anschlussticket lösen, erläuterte Sarah Sudhoff vom RLG-Verkehrsmanagement. 

Mit dem Monatsabo für 30 Euro kostet die tägliche Busfahrt nur noch einen Euro. Wie es geht, erläuterten (von links) Lena Fehrmann, Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer  und Uwe Dwornik namens der Stadt Soest und  Sarah Sudhoff von der RLG.

Werde innerhalb des Stadtgebiets das SoestTicket genutzt, sei der Gesamtpreis immer noch günstiger. Im Gegensatz zum bisherigen Monatsabo ist das neue Angebot 17,20 Euro günstiger. 

Außerdem berechtigt das SoestTicket dazu, montags bis freitags ab 19 Uhr sowie samstags und an Sonn- und Feiertagen eine weitere Person ab 15 Jahren und bis zu drei Kinder bis 15 Jahre unentgeltlich mitzunehmen. 

Anstelle von weiteren Personen können dies auch Fahrräder sein. So könnten zu den aufgeführten Zeiten zwei Personen ab 15 Jahre mit zwei Fahrräder per SoestTicket das Busangebot nutzen. 

Ob das günstige Monatsticket über das Stadtgebiet hinaus ausgeweitet werden kann, hängt Ruthemeyer zufolge davon ab, ob die Nachbarkommunen mitmachen. Vorerst gehe es für Soest darum, das Ticket auf dem eigenen Gebiet zu etablieren. 

Prognosen über den erhofften Anstieg der Fahrgastzahlen seien hingegen schwierig, sagte Sudhoff. Zu bedenken sei auch, dass Corona die Fahrgastzahlen nach unten drückt. Der Bürgermeister erinnerte ergänzend daran, dass Soest bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden will. Dies sei nur zu schaffen, wenn viele Menschen bei innerstädtischen Fahrten vom Auto auf den Bus umsteigen, das Monatsticket sei ein erster Schritt. 

Weitere sollen, auch im Rahmen des Projekts „Digitale Modellkommune“, folgen. Ab Anfang 2021 soll eine erste autonome Buslinie eingesetzt werden. Ebenso sollen ab Anfang 2021 zur besseren Anbindung der Soester Ortsteile Meckingsen, Enkesen, Thöningsen, Hattropholsen, Katrop, Epsingsen, Röllingsen und Paradiese zwei TaxiBus-Linien eingerichtet werden. Sie fahren montags bis samstags im 120-Minuten-Takt.

Wichtige Modalitäten beim Monatsticket

Wer per SoestTicket ab 1. September für einen Euro pro Tag Busfahren möchte, muss das Monatsabo bis 14. August bestellen. Zunächst wird das Monatsabo ab September, Oktober oder November als Schnupperangebot für eine Mindestlaufzeit von drei Monaten angeboten, danach kann es gekündigt werden. Später gilt eines Mindestlaufzeit von einem Jahr, bevor dann monatlich gekündigt werden kann. Bestellt wird das Abo per E-Mail an soestticket@soest.de, unter Telefon 02921/1033060 oder unter www.soest.de. Bezahlt wird per Lastschrift an die RLG, die den Kunden das Ticket zuschickt.

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