„Super-positive Gespräche“ über das Hospiz

Mit einem Gottesdienst in der Wiesenkirche feierte die neue Hospiz-Gesellschaft im vorigen Jahr ihre Gründung. Das war gleichzeitig der Auftakt der großen Spendenaktion. - Archivfoto: Dahm

SOEST - „Super-positiv“, so beschreibt Nina Burkhardt von den Johannitern die Atmosphäre der derzeitigen Gespräche. Als Referentin ist sie dafür zuständig, Spender für das geplante Hospiz am Bleskenweg im Soester Norden zu gewinnen.

„Die Aktion ist gut angelaufen“, sagt sie. Viele haben über das Vorhaben gelesen und freuen sich, dass ein erster wichtiger Schritt getan ist. Ein Großteil wisse auch, wie lange der Wunsch schon besteht, einen Ort für Sterbenskranke zu schaffen, die bald Abschied nehmen müssen. „Ach ja, jetzt kommt das Hospiz endlich“, gibt Nina Burkhardt wieder, was sie immer wieder hört. Das Projekt schlägt mit gut 2,3 Millionen Euro zubuche. Die neue Gesellschaft ist dringend darauf angewiesen, Geldgeber zu finden, die helfen, die enormen Kosten zu tragen. Einige, auch höhere Beträge, gingen bereits ein (wir berichteten). Nächste Woche wollen Mitarbeiter der Bördewerkstätten ihren Beitrag übergeben: Sie reichen einen Teil des Erlöses weiter, den sie im Büdchen auf dem Weihnachtsmarkt erzielten.

Auch die Hospizbewegung im Kreis Soest leistete mit einer größeren Summe Starthilfe. Der Verein begeht sein 20-jähriges Bestehen. Er setzte sich von Anfang an für ein stationäres Hospiz ein, das nun – passend zum runden Jahrestag – in greifbare Nähe rücken soll.

„Bis April/Mai werden wir die Anträge einreichen“, erläutert Nina Burkhardt. Das dicke Paket mit Unterlagen wird gesichtet, dann haben die Stiftungen das Wort. Die letzte Sitzung, von der ein Bescheid zu erwarten sei, stehe im Spätherbst im Kalender, schildert die Referentin. „Wir werden ein Modell bauen lassen, das durch den Kreis wandert“, führt sie weiter aus. Auch die Bauplanung soll öffentlich vorgestellt werden: „Wir wollen die Bürger zu einer Veranstaltung einladen.“

Die Gesellschaft „Christliches Hospiz“ wird auf jeden Fall während des Bördetages einen Stand aufbauen. Dort besteht Gelegenheit, sich über die Bauplanung zu informieren und Fragen zu stellen.

Im Kreis Soest gibt es noch kein Haus für Menschen, die nicht auf Heilung hoffen dürfen und die ihre letzten Lebenstage in einer geschützten Umgebung verbringen möchten – gut aufgehoben und umsorgt. Das ist ein starkes Argument für die Initiatoren, um Unterstützung zu bitten. -  Köp.

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