Süßes für die Welt aus Kuchenmeister-Lager in Soest

Geschwindigkeit ist keine Hexerei, sondern im Falle des Logistiklagers das Ergebnis des Einsatzes einer ausgeklügelten Technik, die unnötige Wege vermeiden hilft.

Soest -  Dass die Firma Kuchenmeister in Soest was gebacken kriegt, ist nicht neu: Das Unternehmen hat sich vom Ein-Mann-Betrieb zu einem global operierenden, aber mittelständisch strukturierten Familienunternehmen entwickelt.

Das 2014 in Betrieb genommene Logistiklager ist für Kuchenmeister aber ein besonders großer Schritt gewesen, der dazu beitragen soll, am Gründungsstandort Soest auch in Zukunft alles andere als kleine Brötchen backen zu können.

Der Bau des modernen Hochregallagers war mit Widerständen verbunden, der Betrieb aber läuft im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr mit der sprichwörtlichen Präzision eines Uhrwerks. Verantwortlich für die Justierung der feinen „Rädchen“, die hier ineinander greifen müssen, ist Sebastian Schlüter, Logistik-leiter des Unternehmens.

Gemeinsam mit rund 50 Mitarbeitern im Lager selber und einem weiteren Dutzend in der Verwaltung wird hier ein beträchtlicher Teil der Produktion am Standort Soest umgeschlagen – vom Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik an der Hammer Landstraße aus tritt Kuchenmeister-Backwerk die relativ kurze Reise zu Kunden in der Region oder dem Rest des Landes an, aber auch die sehr lange Reise in großen Containern nach Übersee.

Logistikhalle Kuchenmeister

Dazu ist in der riesigen Halle auf insgesamt über 10 000 Quadratmetern ein großer Kreislauf eingerichtet worden: An einem von insgesamt fünf Eingangstoren liefert ein rund um die Uhr pendelnder 40-Tonner bepackte Paletten aus der Produktion am Coesterweg im Soester Südosten an. Dank eines weitgehend automatisierten „Verladeteppichs“, gekoppelt zwischen Fahrzeug und Lager, geht das schnell und ohne Lärmentwicklung außerhalb des Gebäudekörpers.

Die Paletten werden per Scanner erfasst und entweder für den zügigen Weitertransport, eine in der Regel nur wenige Tage dauernde Lagerung oder zur Kommissionierung in den langen Hochregalen verstaut. Grundlage dafür, dass alles klappt, ist das Wissen, wo welche Produkte zu finden sind – dank umfassender Technik, auf die jeder Mitarbeiter im Lager Zugriff hat, gelingt das.

Was hinein geht, muss auch wieder herauskommen – womit sich der logistische Kreis schließt: Auf insgesamt 108 auf dem Boden markierten „Schienen“ werden die komplett aus den Regalen geholten oder separat davon zusammengestellten kommissionierten Paletten aufgereiht, selbstverständlich gut geschützt und verpackt unter einer Folie – die selbstverständlich ebenfalls vollautomatisch in einem eigenen Terminal um die Paletten gewickelt wird. 

Mittels Klein-staplern an den Toren werden die Paletten dann in die wartenden Lkw verladen – und los geht die Reise, die nach vielen Zwischenstationen erst im Mund von hoffentlich zufriedenen Kunden enden wird.

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