Soester Fehde: Prächtiger Umzug lockt Tausende in die Altstadt

SOEST ▪ Die Lager in den Gräften waren weitgehend verwaist, dafür tobte das Leben in der Altstadt: Am Samstagmittag schlug das Herz der Fehde auf den Straßen und Plätzen.

Es war die Stunde der Sieger beim festlichen Einzug des Jungherzogs von Kleve, und denen lächelt bekanntlich die Sonne: Unter einem perfekten blauen Himmel zogen Hunderte Teilnehmer vom Jakobitor über den Markt zum Nelmannwall, wo den schmucken Herzog die „offizielle Huldigung“ erwartete.

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Soester Fehde Der Umzug

Zuvor aber jubelten ihm die Bürger der Stadt zu – und die säumten den Weg zu Tausenden und versuchten dabei mehr oder weniger hektisch, die Flut der optischen Eindrücke mit Kameras aller Art für die Ewigkeit festzuhalten. Glücklich konnten sich dabei die schätzen, die große Speicherkarten eingepackt hatten.

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Denn der lange Zug brachte sie alle zusammen: die ehrbaren, fein herausgeputzten Bürger und die dreckverkrusteten Bettler, die singenden Weiber und die klagenden Mönche – und natürlich die strahlenden Helden der Fehde, den herzöglichen Verbündeten und neuen Landesherren der Stadt mit seinem Gefolge und die Besiegten, Soldaten des zum Teufel gejagten Kölner Erzbischofs. Wobei sich sogar der arme Kerl, der da als Kölner Söldner im hölzernen Käfig durch die Stadt paradiert wurde, noch über erstaunlich milde gesinnte Soester freuen konnte: Die bedachten ihn nämlich nicht nur mit allerlei Schmährufen und hämischen Bemerkungen, sondern auch mit dem ein oder anderen kühlen Schluck – sehr willkommen bei den hochsommerlichen Temperaturen.

Weitere Bilder aus der Gräfte

Soester Fehde Die Huldigung  in der Gräfte

„Dass wir das noch erleben dürfen“, freuten sich denn auch die singenden Weiber im Zug lautstark, und hatten dabei wohl nicht nur historisch korrekt das lange ersehnte Ende der Belagerung ihrer Stadt im Sinn. ▪ kim

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