Stadtwerke überprüfen Niederdrucknetz bis Ende Juni

Experten suchen in Soest nach Gaslecks

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Soest – Es piept: als der Prüfer auf dem Bordstein mit der Sonde über die unterirdisch verlegte Gasleitung fährt, wird prompt ein Ton hörbar. Ein kleines Leck ist entdeckt an der Kreuzung Bergenring/Teinenkamp, so Prüfer Wolfgang Kahmann.

Die Soester Stadtwerke lassen bis zum 21. Juni weite Teile ihres Gasniederdrucknetzes prüfen, 115 KilometerHauptleitungen und 55 Kilometer Hausanschlussleitungen.

Wolfgang Kahmann von der Gütersloher Firma Sewerin und sein „Lotse“ Walter Veenhuis von den Stadtwerken sind zu Fuß bis an die Hausanschlüsse unterwegs, manchmal sogar schon morgens ab 6 Uhr. Das gehe wegen der Sonde nur bei trockener Witterung. Veenhuis hat das Soester Leitungsnetz direkt auf einem Tablet parat, kann das Leck gleich im System dokumentieren.

Mit dem Prüfgerät wird sogleich ermittelt, in welche Kategorie der Schaden einzuordnen ist. Bei geringen Leckagen und wenn es keinen Hohlraum gibt, in dem sich das Erdgas sammeln kann, muss nicht immer sofort gehandelt werden. Aber selbst in diesen Fällen wird in Soest innerhalb von drei Wochen oder schneller repariert.

Tritt Gas etwa in Häuser, Hohlräume oder in Kanälen ein, wird schnell reagiert: Die Stadtwerke werden informiert und im Zweifel das Netz unterbrochen, die Leitung „abgeschiebert“. Um das Leck wird dann von den Stadtwerkemitarbeitern gebohrt, um die genaue Schadens-Stelle zu finden, so Experte Wolfgang Kahmann. Dem Soester Netz, dazu gehört der Stadtbereich und die Ortsteile, bescheinigt er einen sehr guten Zustand.

„Wir haben viel investiert in neue PE-Kunststoffleitungen. Die Netzpflege zahlt sich aus“, so Harald Feine. Im Winter zur Heizperiode wird das Gasnetz verstärkt „odoriert“, mit einem Geruchsstoff versetzt, den man im Haus sofort riechen würde, falls Gas austritt, erklärt Feine. Die Soester Stadtwerke prüfen ihr Netz so in mehreren Stufen.

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