Im Stadtteilbüro Süden fehlen für viele Aufgaben Ehrenamtliche

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Anlaufstelle Stadtteilbüro Soest Süden am Britischen Weg 4: SEN-Geschäftsführerin Andrea Kruckenbaum, Hoda Eljaafari und Brigitte Sehmi suchen noch ehrenamtliche Mitstreiter.

Soest -  „Ehrenamtliche dringend gesucht!“ Diesen Appell senden die Geschäftsführerin des Soester Entwicklungsnetzes (SEN), Andrea Kruckenbaum, sowie Brigitte Sehmi vom Stadtteilbüro Soest Süden aus.

Dass dringend Verstärkung benötigt wird, zeigt ein Blick auf die zahlreichen Angebote dieser Anlaufstelle in einem Viertel, in dem Menschen aus vielen Nationen wohnen. Teilnehmer des Sprachclubs lernten gestern Morgen Vokabeln, formten Sätze und übten Grammatik. Nebenan trafen sich junge Eltern im Café Mützchen. Miteinander backen, kochen, nähen, zum Schwimmen gehen, all das sind Projekte, die regen Zuspruch finden. Kinder bekommen Hilfe bei den Schularbeiten, und immer wieder schellen Nachbarn aus der Siedlung an, die einen Rat brauchen. Hier starten auch Fahrten zur Tafel. 

Das Publikum ist international. Wer nicht weiterkommt, beispielsweise nicht weiß, wie er ein Formular ausfüllen soll, das er von einer Behörde erhalten hat, geht zum Büro am Britischen Weg. Dort ist seit Kurzem auch Hoda Eljaafari im Bundesfreiwilligendienst tätig. Sie ist eine wichtige Ansprechpartnerin für Menschen aus dem arabischen Raum und im Soester Süden bereits bekannt. Im Stadtteilbüro sprang sie schon seit vielen Jahren bei Bedarf als Übersetzerin ein. Seit sie dort fest anzutreffen ist, sei die Zahl der Kunden noch gestiegen, schildert Brigitte Sehmi. 

Hoda Eljaafari hat gut zu tun, sie beantwortet Fragen, unterstützt beim Ausfüllen von Anträgen, begleitet auch schon einmal zu Klinik- oder Arztterminen. Stark nachgefragt ist zudem die Unterstützung für Kinder, damit sie es in der Schule leichter haben. Brigitte Sehmi weist auf die Warteliste hin und macht deutlich, wie wichtig Eltern diese Möglichkeit der Förderung ist. Eine Mutter, die wisse, wie knapp die Plätze sind, habe ihr Kind bereits für das kommende Jahr angemeldet. Zur Finanzierung des umfangreichen Programms trägt das Land mit Geld aus dem Topf „Komm an“ bei. 

Wenn diese Zuwendungen auch nicht für große Sprünge reichen, lassen sich damit doch einige gute Ideen bewerkstelligen. Und davon gebe es reichlich, wie Andrea Kruckenbaum betont. Ihr ist aber auch klar, wie nötig einsatzfreudige Leute sind, die bereit sind, sich mit ihrer Tatkraft einzubringen. Diejenigen, die bereits eine Aufgabe übernommen haben, seien engagiert und mit großer Freude dabei, so Andrea Kruckenbaum und Brigitte Sehmi. 

Im Laufe der Zeit seien echte Patenschaften entstanden. „Hier herrscht eine schöne Atmosphäre“, sagt die SEN-Geschäftsführerin. Wie wohl sich gerade die Kinder fühlen, zeigte sich einmal mehr in den großen Ferien: Immer wieder schauten sie vorbei und hakten nach, wann denn endlich wieder die Nachhilfe beginne.

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit hat, melde sich unter Telefon 02921/3192757.

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