Mit dem Bus und mit dem Stadtteilauto unterwegs

Sie stellten das Angebot und eines der neuen Stadtteilautos vor: Till Ammann (Geschäftsführung Stadtteilauto/Carsharing Münster), Dr.  Uwe Rennspieß (Bereichsleiter Verkehrsmanagement Regionalverkehr Ruhr-Lippe), Axel Beyer (Stadt Soest) und Beigeordneter Peter Wapelhorst (von links). -  Foto: Niggemeier

Soest –  Den Wagen lieber mit anderen teilen, statt für viel Geld einen fahrbaren Untersatz zu kaufen, der häufig unbenutzt vor der Tür steht: Das ist die Idee hinterm Car-Sharing. In Soest ist es jetzt möglich, Bus und Gemeinschaftsauto günstig miteinander zu kombinieren.

Um dieses neue Modell ins Rollen zu bringen, haben sich Partner zusammengetan, die nun gemeinsam unterwegs sind: Regionalverkehr Ruhr-Lippe (RLG), Statteilauto/Car-sharing Münster und Stadt Soest. Mit Blick auf diese Dreier-Konstellation stellt Soests Beigeordneter Peter Wapelhorst fest: „Das ist eine Win-win-win-Situation für alle.“

„Eine ideale Ergänzung“, hebt auch Dr. Uwe Rennspieß, Bereichsleiter Verkehrsmanagement bei der RLG, hervor. Er weist auf den großen Vorteil der Verknüpfung hin: „Mobil sein mit mehreren Möglichkeiten.“ Klar ist: Zwar steigen viele Soester in Bus und Bahn, um täglich zur Arbeit zu kommen. Ist aber ein umfangreicher Einkauf zu erledigen, starten sie lieber die Familien-Karosse, um nicht schwere Taschen schleppen zu müssen. Andere nehmen ihren Wagen gern als geräumigen Koffer für die Urlaubsreise. Ein sicher kostspieliges Vergnügen.

Mit dem „Alten Schlachthof“, dem Platz hinterm Bahnhof und dem Parkhaus Brüdertor gibt es nun drei Standorte für die insgesamt vier Stadtteilautos unterschiedlicher Ausführung. Also lassen sich Ziele auch erreichen, ohne einen eigenen Wagen zu besitzen. Eine gerade bei gelegentlichen Touren preiswerte Lösung. Vor zehn Jahren kam das Stadtteilauto in Soest ins Rollen. Damals nahmen zunächst „zwei bis drei Leute“ dieses Angebot wahr, wie Till Ammann von der Geschäftsführung Stadtteilauto/Carsharing Münster schildert. Inzwischen sei die Zahl auf 50 angestiegen. „Das rechnet sich für alle, die weniger als 10  000 Kilometer im Jahr zurücklegen“, führt er aus.

Hauke Möller, Leiter Verkehrsmanagement bei der RLG, wählte ein Beispiel, um im Vergleich die Verhältnisse deutlich zu machen: „Wer ein Glas Milch trinken will, schafft sich auch nicht gleich eine Kuh an.“ Um den Einstieg für Stammkunden zu erleichtern, reduziert sich für Abonnenten des Regionalverkehrs die einmalige Aufnahmegebühr beim Stadtteilauto um die Hälfte. Wer diese Alternative schon nutzt, bislang noch kein Abo besitzt, jetzt aber eines abschließt, bekommt zwei Monate freie Fahrt mit dem Stadtbus geschenkt. Beigeordneter Peter Wapelhorst bezeichnet die enge Zusammenarbeit als starkes Signal und wichtigen Schritt: um einerseits den Wünschen der Bürger entgegenzukommen, die sich flexibel bewegen wollen, und andererseits die Klimaziele der Stadt zu erreichen.

Info in der Servicezentrale „mobil info“ im Gebäude der RLG am Bahnhof. www.rlg-online.de; www.stadtteilauto.com

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare