Nach Rekord-Defizit

Stadtrat: Drei Parteien sprechen Geschäftsführer des Klinikum Soest ihr Misstrauen aus

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In schwieriger Lage: Das Klinikum Stadt Soest.

Soest – Egal wie groß die Herausforderungen und wie schlecht die Zahlen für das Klinikum Stadt Soest in der Vergangenheit schon waren – der Stadtrat hat stets zum Geschäftsführer des Krankenhaus gestanden und ihm einmütig sein Vertrauen ausgesprochen. Seit Mittwochabend ist das nicht mehr der Fall:

BG, Junges Soest und FDP verweigerten Klinik-Manager Oliver Lehnert die Entlastung und sprachen ihm offen das Misstrauen aus.

Wie berichtet, stand das Geschäftsjahr 2018 zur Debatte, das mit einem Minus von 1,7 Millionen Euro endete. Rechnet man die Verluste aus den Tochtergesellschaften hinzu, springen die roten Zahlen sogar über die Zwei-Millionen-Grenze. Dabei sind es nicht nur die absoluten Zahlen, die den Großteil des Stadtrats alarmieren.

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Mehr noch sind es die unzutreffenden Prognosen, die Monat für Monat vorgelegt worden sind und dem Aufsichtsgremium ein falsches Bild vom Zustand des Klinikums geliefert hätten. Zwischen Vorhersage und Ergebnis klaffen an die drei Millionen Euro, so FDP-Ratsherr Michael Burges. „Das Vertrauen in die Geschäftsführung ist total verbraucht“, sagte BG-Fraktionschef Andreas Kappelhoff.

Klinikum-Chef Lehnert und Aufsichtsratchef Roland Maibaum betonten, die Klinik erfülle zum Wohl der Allgemeinheit Aufgaben, die zwangsläufig defizitär seien: Etwa in der Kinderheilkunde und auf der Geburtsstation. Bericht folgt.

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