Stadt untersucht Potenzial für Kollektoren in der Altstadt

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Sonnenkollektoren - gibt es dafür wirklich viele Flächen in der Soester Altstadt?

Soest – Historische Altstadt und Hightech – das verträgt sich nicht. Das ist jedenfalls die in der Soester Altstadtsatzung zugrunde gelegte Auffassung, wenn es um Solarkollektoren auf öffentlich sichtbaren Dachflächen geht. Die Grünen wollen das aus Klimaschutzgründen gerne ändern und haben eine entsprechende Forderung gestellt.

Wie groß das Flächenpotenzial aber überhaupt ist, ist unklar – und wird es wohl noch eine Weile bleiben. Jürgen Treptow, im Rathaus II unter anderem zuständig für den Geo-Service, hat in den vergangenen Tagen versucht, verlässliche Daten darüber zu bekommen und auszuwerten, welche Dächer in der Altstadt für die Installation von Kollektoren geeignet wären. Seine Hoffnungen ruhten dabei zunächst auf einer Übersicht, die er aus der Soester Kreisverwaltung erhielt – allerdings wurden diese Hoffnungen relativ schnell enttäuscht. 

„Es hat sich herausgestellt, dass die in diesem Kataster enthaltenen Informationen nicht dazu geeignet sind, um die gewünschten Aussagen zu der Thematik treffen zu können“, erklärte dazu Brigitte Sliwa, Sprecherin der Stadtverwaltung auf Anfrage. Im Detail nannte sie Kriterien wie die genaue Größe der einzelnen Dachflächen, ihre genaue Ausrichtung in Himmelsrichtungen, die Neigung, Form und andere. 

Genau diese Informationen sind aber möglicherweise in einem anderen Datenschatz enthalten, der jedoch nicht im Soester Kreishaus, sondern in Recklinghausen gehortet wird. Dort gibt es weitere einschlägige Kataster im Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, kurz LANUV. 

Allerdings kann dieser „Schatz“, so er denn überhaupt tatsächlich für die Soester wertvoll sein kann, nicht sofort gehoben werden. Auch im Landesbetrieb ist Urlaubszeit – mit einer Antwort, so wurde die Anfrage aus Soest freundlich beschieden, sei erst zu rechnen, wenn die fachkundigen Mitarbeiter wieder zurück im Dienst seien, wohl Anfang September.

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