Stadt und Stadtwerke wollen starkes WLAN in der Altstadt aufbauen

+
Ein leistungsfähiges WLAN-Netz in der Soester Altstadt - das soll schon bald Wirklichkeit werden.

Soest – In der Innenstadt ist das öffentlich zugängliche Internet nicht leistungsfähig genug – dort hatte der Verein „Freifunk“vor einigen Jahren Schritt für Schritt ein Netzwerk aufgebaut, das allerdings für viele Nutzer die daran geknüpfte Erwartungen nicht erfüllen konnte. Deswegen will die Stadt jetzt in Kooperation mit ihrem Tochterunternehmen Stadtwerke ein WLAN-Netz mit bis zu einem Gigabyte pro Sekunde aufbauen. 

Dafür sei geplant, von der Rathausstraße bis zum Bahnhofsvorplatz rund 700 Meter Glasfaserkabel als sogenannte „Backbone-Trasse“ im Boden zu verlegen, erklärt Harald Feine, Pressesprecher der Stadtwerke. 

In das Netzwerk aus insgesamt rund 30 kleinen Sendern (Access Points), die jeweils mit einem Abstand von 50 bis 100 Metern installiert werden sollen, werden auch der Vreithof und der Marktplatz eingebunden. 

Aufbau und Unterhaltung des WLAN-Netzes wollen Stadt und Stadtwerke komplett in Eigenregie durchführen – und auf eigene Kosten. Und die sind nicht gering: In der Vorlage für den Hauptausschuss, der am Mittwochabend über das Projekt diskutierte, sind 300 000 Euro veranschlagt. Wenn der Vorschlag abschließend wie im Hauptausschuss auch vom Rat genehmigt wird, könnten bereits im zweiten Quartal dieses Jahres, also ab April, die nötigen Bauarbeiten beginnen. 

Die Stadtwerke erhalten die 300 000 Euro aus dem städtischen Haushalt. Dem Unternehmen soll es aber freigestellt sein, Refinanzierungsmaßnahmen zu ergreifen, zum Beispiel durch Werbung. 

Nicht beantwortet werden konnte im Hauptausschuss die Frage von Roland Maibaum (SPD), der wissen wollte, welche Folgekosten der Betrieb des neuen WLAN-Netzes verursachen würde. Sowohl Jörg Radandt, zuständiger Fachbereichsleiter in der Verwaltung, als auch Uli Koch, Aufsichtsratssprecher der Stadtwerke, mussten einräumen, dass es dazu noch keine verlässlichen Zahlen gibt.

Die Stadt möchte nach eigenen Angaben mit diesem Projekt die Attraktivität der Innenstadt erhöhen und den Einzelhandel, sowie den Tourismus fördern sowie eine „Basisinfrastruktur“ für weitere digitale Anwendungen zu schaffen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare