Stadt Soest will nun doch nach Standorten für geschenkte Bäume suchen

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Hier geht noch was! In Neubausiedlungen wie dieser – unser Bild zeigt den Ardeyweg – sind Bäume oftmals absolute Mangelware. Die Offerte mit den geschenkten Bäumen käme da gerade recht.

Soest - Es ist seit zehn Tagen der Aufreger schlechthin: Da bietet ein Soester der Stadt 1000 Bäume zum Geschenk an – und will sie obendrein auch noch selber pflanzen und pflegen. Und die Stadt lehnt ab. Jetzt aber zeichnet sich doch noch ein Happy End ab.

Matthias Abel, der neue Technische Beigeordnete, hat sich bei Heinrich Müller gemeldet und ihn für kommende Woche zu einem Gespräch gebeten. „Wir werden am Mittwoch mit allen Verantwortlichen der Stadt zusammensetzen und einen Pflanzplan erstellen“, berichtet Müller. 

Der 61-jährige Chef der Zimmerei Müller am Elfser Weg, hat sein ganzes Berufsleben mit Holz zu tun gehabt und manchen Baum verarbeitet und will nun bis zu seiner Rente an die 1000 Bäume pflanzen – des Klimas wegen und um andere zu ermutigen, ebenfalls auf mehr Grün in Soest zu setzen. „Von Pontius zu Pilatus“ sei er gelaufen, habe mit sechs Mitarbeitern der Stadtverwaltung über sein Vorhaben geredet – und am Ende dann doch kein Gehör gefunden, hatte Müller vor zehn Tagen geschildert. 

Ohne Anklage, aber schon recht enttäuscht. Für dieses Jahr nun hat er die ersten 132 Bäume dem Verein Straßenbäume vermacht, der außerhalb der Stadt Obstbäume an Alleen setzt. 

Müller hatte aber auch betont: Er würde gern mit der Stadt im Gespräch bleiben und im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen. Auf 2019 braucht er jetzt also nicht zu warten, es soll nun kurzfristig eine Lösung her. 

Abel, mit dem die Anzeiger-Redaktion Mitte September über seine Arbeit und Ziele sprach, hatte damals bereits von der „großen Chance“ gesprochen, als Neuling in Soest womöglich dazu beitragen zu können, beim Dauer-Streit-Thema Bäume alte Fronten aufzubrechen.

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