Ratssitzung

Stadt Soest kauft die Adam-Kaserne

Soest - Der Rat hat am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung für den Kauf der Adam-Kaserne gestimmt. Mit zwei Dritteln der Stimmen und gegen das Votum der FDP und des Jungen Soest wurde dem Erwerb der Immobilie für 2,3 Millionen Euro grünes Licht gegeben. Noch gehört die in den 1930er-Jahren erbaute Kaserne dem Bund und wird von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) verwaltet. Auf dem rund zehn Hektar großen Gelände sollen Wohnungen entstehen, 20 bis 30 Prozent davon Sozialwohnungen.

„Der Rat hat der Wirtschaftsförderung den Auftrag erteilt, den Kaufvertrag auszuarbeiten“, sagt Thorsten Bottin, Sprecher der Stadt. Dem Rat war wichtig, auf Kostenneutralität für das Gesamtprojekt zu pochen – es dürfen dauerhaft keine Folgekosten entstehen.

Die FDP hat ebenso wie das Junge Soest Bedenken gegen den Kauf geäußert – aus Kostengründen. „Wir haben Bauchschmerzen, dass die Stadt auf Kosten sitzen bleibt, die sie auf Dauer nicht stemmen kann. Das ist ein dicker Brocken, da müssen verlässliche Berechnungen als Grundlage stimmen“, sagt Thomas Howe vom Jungen Soest.

„Verhandelt haben wir reichlich, jetzt muss der Kaufvertrag notariell in Form gegossen werden. Ist der Kaufvertrag unter Dach und Fach, kann damit begonnen werden, den Bebauungsplan für das Areal aufzustellen. Das wird sich vermutlich über das Jahr 2016 hinziehen“, sagt Wirtschaftsförderer Ferdinand Griewel.

Die Blöcke eins bis drei stehen unter Denkmalschutz und müssen erhalten bleiben. Die Blöcke vier bis sieben können erhalten und umgebaut werden, müssen aber nicht. „Ideen zur Entwicklung gibt es reichlich“, so Griewel. Neubau oder Abriss der alten Gebäude – dazu wird es Untersuchungen geben, und man werde mit gespitztem Bleistift ausrechnen, was am Ende die Stadt günstiger kommt.

Die Stadt wird sich jetzt mit den zahlreichen Nutzern der Kaserne zusammensetzen und über die Zukunft sprechen. Das sind neben dem Künstlerhaus Bem-Adam zahlreiche Vereine, aber auch gewerbliche Nutzer. „Wir hatten schon im Rahmen des Regionale-Projekts viele Ideen für das Gelände. Wir freuen uns darauf, mit der Stadt wieder ins Gespräch zu kommen“, sagt Vorsitzender Kevin Isaac. Jetzt sei die richtige Zeit gekommen, mit allen ins Gespräch zu kommen.

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